10. Dezember 2023
Teil eins der Predigt »Jungs zu Männern erziehen«
Es war Nacht. Der Mann schlief – er schlief schon, als er die Warnung bekam. Und es ging hier nicht um eine Kleinigkeit. Es war nicht das falsch geparkte Auto vor der Garage des Nachbarn. Es war auch keine leichte Rauchentwicklung im Treppenhaus. Nein, diese Warnung, die er bekam, hatte ein Ausmaß, das wir uns kaum vorstellen können.
Es war noch Nacht. Er stand auf – ohne zu zögern – nahm er die Frau und das Kind. Kein Warten bis zum Morgen, kein Abschiedsbesuch bei der Verwandtschaft, kein langes Überlegen. Noch im Schutz der Dunkelheit beginnt die Flucht dieser drei Menschen. Weg, nur weg. Es geht um Leben und Tod.
Die Flucht endet aber nicht im nächsten Ort. Die Flucht endet nicht einmal in der nächstgrößeren Stadt. Diese Flucht dieser drei Menschen würde erst in einem fremden, fernen Land enden, und sie würden so schnell nicht mehr zurück können nach Hause. Sie mussten weit weg – dort, wo die Auftragsmörder nicht mehr suchen würden. Und der Mann, der den Auftrag zum Mord gegeben hatte, er wurde rasend vor Wut, als er mitbekam, dass er hintergangen worden war. Sein Zorn schäumte dermaßen, dass er kurzerhand in einer Region alle Jungen unter zwei Jahren töten ließ.
Josef – der Mann von Maria, der Mutter Jesu – er war der Mann, der von Gott selbst den Auftrag bekam, diese Familie zu schützen und mit ihr zu fliehen. Gott ließ ihn warnen, nicht Maria. Er gab ihm den Auftrag, sofort aufzustehen und nach Ägypten zu fliehen. Er legte die Verantwortung für den Schutz von Maria und Jesus auf seine Schultern. Er legte diese große Last auf die Schultern eines Mannes.
Der Mann – er ist mutig und stark. Er soll ein Beschützer sein. Er soll die Versorgung übernehmen und in alldem die Leitung und die Verantwortung.
In der letzten Predigt vor zwei Wochen haben wir uns angesehen, wie man Jungs zu Männern erzieht, und wir haben uns angesehen, dass Gott selbst Männer anders als Frauen geschaffen hat. Er hat sie körperlich und in der Rolle unterschiedlich geschaffen. Er hat sie so geschaffen, dass der Mann leiten und die Frau seine Gehilfin sein soll. Gott hat Mann und Frau ergänzend geschaffen. Der Mann soll nicht glauben, dass er allgenugsam sei – allgenugsam ist nur Gott selbst. Der Mann braucht andere, und genauso wenig soll die Frau denken, dass sie den Mann nicht braucht. Statt dass ein Gott verunehrender Kampf der Geschlechter stattfindet, sollen wir Gott mit unserem Geschlecht, was er uns gegeben hat, ehren und die Rollen zu seiner Ehre ausleben. Mann und Frau in der Ehe sind ein Team. Männer und Frauen sind nie – auch nicht in der Gesellschaft – Feinde. Der Mann hat seine Leitung, und in seiner Leitung die Verantwortung. Er soll es in vorbildlicher Art und Weise ausleben, und die Frau unterstützt in all diesen Bereichen.
Als männlich und weiblich schuf Gott den Menschen – zwei Geschlechter, fest von Gott definiert. Und dann haben wir uns angesehen, warum Jungs überhaupt zu Männern erzogen werden sollen, und dabei festgestellt, dass nichts von alleine passiert. Nun, es passiert schon viel von alleine, aber seit dem Sündenfall geht von alleine nur alles den Bach runter. Gott fordert uns auf, nicht gleichförmig dieser Welt zu sein, sondern unser Denken durch sein Wort verändern zu lassen und so in unserem Denken und Handeln seinen Willen zu tun und zu seiner Ehre zu leben.
Männer sollen Leiter sein. Dazu haben wir uns Paulus‘ Gebot an Timotheus angesehen, welches die Qualifikation für einen Ältesten zeigt – in 1. Timotheus 3. Sie zeigen aber, wie der vorbildliche Mann sein soll: Er soll leiten und dabei mutig und stark sein. Jungs müssen zu mutigen und starken Männern erzogen werden, damit sie Gott selbst ehren.
Und heute werden wir uns zwei weitere Eigenschaften ansehen, zu denen wir Jungs erziehen sollen. Sie sollen nicht nur mutig und stark sein. Jungs sollen zu Männern erzogen werden, und dazu müssen sie wissen, wie ein Mann ist und wie ein Mann als Vorbild und Leiter seine Rolle wahrnimmt. Wir werden uns heute ansehen: Der Mann ist ein Beschützer. Und wir werden uns als Zweites ansehen: Der Mann ist ein Versorger.
Bei all dem, was wir uns aus Gottes Wort ansehen, kannst du jetzt sagen: »Na, aber eine Frau kann auch stark sein. Sie kann auch versorgen, sie kann auch Verantwortung übernehmen und mutig und stark sein.« Und ich gebe dir recht. Es ist sogar so, dass viele dieser Aufgaben auch Frauen ausüben. Auch sie versorgt als liebevolle Frau und manchmal auch als Mutter. Auch sie leitet unter der Leitung ihres Ehemanns – zum Beispiel das Zuhause, wie wir in Sprüche 31 sehen. Geht es hier darum, dass nur Männer all diese Dinge können und Frauen nicht fähig dazu sind? Nun, bei einigen Dingen – und das haben wir in der letzten Predigt gesehen – gibt es Dinge, die nur Männer oder nur Frauen können. Zum Beispiel kann nur eine Frau schwanger werden, auch wenn die irrige Vorstellung in der Welt da ist, dass das anscheinend auch anders sein soll. Aber es gibt Dinge, die mit Fähigkeit und Kraft zu tun haben, und da kann es auch mal anders sein. Eine Frau kann intelligenter sein als ein Mann. Sie kann unter Umständen sogar mehr Kraft haben als ein Mann. Sie kann sogar mutiger sein. Aber das entbindet Mann und Frau nicht von den Rollen, die Gott ihnen gegeben hat. Denn auch wenn eine Frau die Dinge kann, so ist es dennoch so, dass Gott in manchen Dingen ausschließlich dem Mann die Rolle und die Aufgabe gegeben hat für eine bestimmte Sache. Zum Beispiel bei der Predigt in der Gemeinde – dort ist es ausschließlich dem Mann zugewiesen und erlaubt zu predigen. In anderen Dingen ist es der Mann, der den Auftrag und die Verantwortung hat, diese Rolle als Leiter auszuüben, und er ist hauptverantwortlich.
So ist es, dass der Ehemann seine Frau und Familie leitet, und er hat die Hauptverantwortung vor Gott dafür. Es bedeutet: Er wird zur Rechenschaft gezogen. Aber unter seiner Leitung im Zuhause leitet auch die Frau zum Beispiel die Kinder.
Ein gutes Beispiel dafür ist Dave Furman. Er ist Ehemann, Vater und Pastor einer Gemeinde in Dubai. Und er hat eine ganz spezielle Krankheit, die dafür sorgt, dass er seine Arme kaum benutzen kann. Er hat immer massive Schmerzen in seinen Armen – man kann sich das nicht vorstellen. Sobald er Dinge berührt, hat er unglaubliche Schmerzen. Er kann teilweise weder seine Frau noch seine Töchter umarmen, so schlimm sind die Schmerzen. Er ist in seinem kompletten Alltag massiv eingeschränkt. Und trotzdem ist er Ältester einer Gemeinde. Und er hat mal gesagt, dass er das schwächste Glied seiner eigenen Gemeinde ist, was das Körperliche angeht. Und er ist auch Ehemann, und seine Frau muss ihm sogar die Autotür öffnen und sie muss ihn sogar anschnallen und auch wieder abschnallen. Seine Frau und fast jeder in der Gemeinde bringt körperlich mehr zustande als er – teilweise sogar die Kinder. Aber das ändert nichts an seiner Rolle. Als Ältester, als Ehemann und als Vater bleibt er derjenige, der mutig und stark vorangehen soll. Er bleibt der Mann, dessen Stärke in dem Herrn ist. Es bleibt dabei, dass er mutig und mannhaft sein soll, dass er mutig und mannhaft seiner Familie vorstehen soll. Er und seine Frau bleiben das von Gott vorgegebene Team, welches gemeinsam – er als Leiter und sie als seine Gehilfin – zur Ehre Gottes lebt.
Und so werden wir uns heute genau das in diesen zwei Punkten ansehen.
Ein Mann ist ein Beschützer. Wenn wir Jungs zu Männern erziehen, müssen wir ihnen beibringen, dass Gott Männern die Hauptverantwortung zum Schutz gegeben hat. Und auch wenn jede Frau Verantwortung in diesem Bereich hat – zum Beispiel schützt auch eine Mutter ihr Kind – so ist es die Hauptverantwortung des Mannes. Er soll vorbildlich vorangehen.
Und wir sehen dieses Prinzip immer und immer wieder in der Schrift. In vielen Stellen im Alten Testament lässt Gott befehlen, dass nur die Männer in den Krieg ziehen sollen, und es wird alleine ihnen der Auftrag gegeben, das Volk und die Frauen und die Kinder zu schützen. Er soll vorbildlich darin vorangehen – im Kriegsgesetz von 5. Mose 20, Vers 8. Und als Nehemia die Stadtmauern aufbauen lässt, da gibt es eine reale Gefahr vor Angriffen. Die haben das sogar mitgeteilt. Also lässt er das Volk rundherum aufstellen, während gebaut wird. Sie stehen da und beschützen – Nehemia 4, die Verse 7 bis 8:
Da stellte sich das Volk nach ihren Geschlechtern an die tieferen Stellen hinter den Mauern, an die offenen Plätze, und stellte sich mit ihren Schwertern, Speeren und Bogen. Und ich besann mich und machte mich auf und sprach zu den Vornehmsten und zu den Vorstehern und zu dem übrigen Volk: »Fürchtet euch nicht vor ihnen! Gedenkt an den großen und furchtgebietenden Herrn, und kämpft für eure Brüder, eure Söhne, eure Töchter, eure Frauen und eure Häuser.«
Und jetzt schaut mal: Für wen sollen sie kämpfen? Welche Gruppe fehlt hier? Die Männer. Seht ihr das? Das reflektiert nur das, was Gott dem Volk schon vorher deutlich gemacht hat: Für die Gefahrenabwehr sind die Männer verantwortlich. Hätten die Frauen mitkämpfen sollen, hätte dort gestanden: »Auch für die Männer.« Aber sie stehen nicht drin, weil die Männer die Einzigen sind, die dort stehen, um zu kämpfen, um zu bewachen. Sie haben die Hauptverantwortung über den kompletten Bereich.
Und so auch das Volk: Als es in Josua 1 kurz vor dem Einzug ins gelobte Land steht, so sollen sie die Frauen und die Kinder zurücklassen und das Vieh, und die Männer sollen in Kampfordnung über den Jordan ziehen.
Und um uns das Ganze noch deutlicher anzusehen, um es noch deutlicher abzugrenzen, schauen wir uns ein paar negative Beispiele an – die gibt es nämlich auch, einige in der Bibel. Zum Beispiel Isaak: Er ist mit seiner Familie und natürlich auch mit seiner Frau unterwegs in einem fremden Land. Und weil er Angst hat – noch mal: weil Isaak Angst hat – dass man ihn umbringt, er denkt also nur an sich und an seine Sicherheit, sagt er, dass Rebekka seine Schwester sei. 1. Mose 26, Vers 7:
Und als die Leute des Ortes nach seiner Frau fragten, da sprach er: »Sie ist meine Schwester.« Denn er fürchtete sich zu sagen: »Sie ist meine Frau«, weil er dachte: Die Leute an diesem Ort könnten mich um Rebekkas willen töten, denn sie war sehr schön.
Und dann steht dort: »Und nach längerer Zeit« sieht der König des Landes, dass die beiden doch irgendwie mehr als Geschwister sind. Er findet heraus, dass sie seine Frau ist. Und er stellt Isaak zur Rede. Und Isaak meint wieder: »Na ja, ich hatte halt Angst um mein Leben.« Und Abimelech, der König, der sieht das wesentlich klarer als Isaak und sagt ihm: »Na ja, es hätte ja leicht sein können, dass jemand denkt, sie ist unverheiratet – ich kann sie mir nehmen.« Und sie hätten sogar Geschlechtsverkehr haben können.
Aber nicht nur er – auch Abraham hatte das Ganze schon mal gemacht. Und da war seine Frau sogar zu dem König gezogen, weil der König sie genommen hatte, weil er sagte: »Na ja, es ist meine sozusagen unverheiratete Schwester.« Überlegt mal, Männer: Ihr habt Angst, und dann tut ihr so, als wärt ihr nicht verheiratet, und eure Frau wäre eigentlich nur eure unverheiratete Schwester – und ihr lasst sie sogar einziehen bei einem fremden Mann, in dem vollen Bewusstsein, was dort passieren kann.
Ein zweites Beispiel ist Lot. Als die Engel zu ihm kommen, um ihn zu warnen und aus der Stadt herauszuholen, da wollen die Männer der Stadt diese Gäste vergewaltigen. Und hört, was Lot sagt – 1. Mose 19, Vers 8:
»Siehe, ich habe zwei Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt. Die will ich zu euch hinausführen, damit ihr mit ihnen tut, wie es gut ist in euren Augen. Nur diesen Männern tut nichts, denn sie sind doch unter den Schatten meines Dachs gekommen.«
Wir haben hier zwei Ehemänner und Väter, die ihre Rolle komplett über Bord geworfen haben – entweder um ihre eigene Haut zu schützen oder um die Kultur der Gastfreundschaft so übermäßig hochzuhalten, dass die Töchter halt nur noch ein bloßes Objekt sind, das man vor die Tür schicken kann, damit der Mob zufriedengestellt wird. Er sagt allen Ernstes: »Macht mit ihnen, was ihr wollt.«
Diese beiden Beispiele zeigen das Nicht-Ausüben der Rolle. Und in Richter 4, die Verse 8 bis 10: Da will Gott die Feinde in die Hand Israels geben. Es war wieder Krieg – es ist ja öfters so. Und Gott verheißt und sagt: »Ich will die Feinde in eure Hand geben.« Und Debora, eine Frau, erinnert den Mann Barak an diese Verheißung und sagt, dass Gott diesen Auftrag und diese Verheißung gegeben hat. Was antwortet der Mann Barak?
»Wenn du mit mir gehst, so will ich gehen. Gehst du aber nicht mit mir, gehe ich nicht.«
Das sprach sie: »Ich will freilich mit dir gehen, aber den Ruhm des Feldzugs, den du unternimmst, wird nicht dir zufallen, denn der HERR wird Sisera in die Hand einer Frau übergeben.« Und Debora machte sich auf und zog mit Barak nach Kadesch. Da berief Barak Sebulon und Naftali nach Kadesch und zog mit 10.000 Mann Fußvolk hinauf, und auch Debora zog mit ihm hinauf.
Barak, der als Mann hauptverantwortlich ist, er lässt seine Seele schleifen. Und was ist das Ergebnis? Gott gibt ihm keinerlei Ehre dafür.
Und genauso haben wir am Anfang gesehen, dass Gott Josef den Auftrag gibt – er gibt ihn nicht Maria – die Familie zu schützen, sie zu retten und zu flüchten. Und auch wenn die Frau in ihren Bereichen eine Beschützerin ist – immerhin vergleicht Gott sich selbst und sein Erbarmen und seine Fürsorge mit einer Mutter, die ihr Kind normalerweise nicht vergisst und sich über das Kind erbarmt – so hat die Hauptverantwortung zu schützen, diese Hauptlast, eben der Mann in Familie und Gesellschaft.
Und wenn wir uns dann unser absolutes Vorbild, den Herrn Jesus, anschauen, dann sehen wir, wie Paulus Christi Liebe zur Gemeinde direkt mit Hingabe verbindet. Was hat diese Liebe und Hingabe mit dem Schützen zu tun? Nun, Liebe zu anderen zeigt sich immer in Taten. »Gott beweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.« Wir Menschen sollen Gott und den Nächsten lieben. Wir sind nicht als autonome Wesen geschaffen. Wir sollen keine Egoisten sein. Wir sollen nicht für uns selbst leben. Diese Art Egoismus und Für-sich-selbst-Leben und Lieblosigkeit – sie ist ein Zeichen der letzten Tage, wo die Menschen nur noch sich selbst lieben und gegenüber allen anderen lieblos sind.
Aber die Liebe des Christus, die Paulus den Ehemännern in Epheser 5 ab Vers 25 aufzeigt, diese zeigt sich durch absolute Hingabe. Epheser 5, Vers 25:
Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.
Schaut mal am Ende von Vers 25: »…sich selbst für sie hingegeben hat.« Epheser 5, Vers 25 – er, Christus, hat sich hingegeben in die Hände der Menschen, in die Hände der Ungerechten. Er hat sich aufgeopfert für uns. Christus wurde bestialisch von seinen eigenen Geschöpfen gefoltert und getötet. Er wurde verhöhnt, und dann goss Gott seinen Zorn über Christus aus und machte ihn, der keine Sünde kannte, zur Sünde an unserer Stelle. Er gab sich freiwillig und er gab seine Rechte auf, um uns zu retten. Das ist das große Vorbild für Liebe – sie zeigt sich in der vollen Hingabe.
Und auch der Herr Jesus wusste, was ihm bevorstand. So führte er seine Rolle und den Plan seines Vaters vollkommen aus. Er ging diesen Weg ohne davon abzuweichen, und er ging diesen Weg ohne die Flucht anzutreten.
Und genauso erfordert auch das Ausleben von biblischer Männlichkeit – von Beschützen – es erfordert Liebe zum Nächsten. Und wenn du verheiratet bist, erfordert es Liebe zu deiner Ehefrau. Jemand, der nur auf sich selbst bedacht ist, der wird versuchen, um jeden Preis seine eigene Haut zu retten. Er wird aus der Verantwortung fliehen und sich verstecken wie Jona. Er wird fliehen wie ein Mietling bei den Schafen, der nicht der echte Hirte ist. Und er wird andere verleugnen, um sich selbst zu beschützen, wie Petrus.
Anders zeigt sich das bei Jonathan – Jonathan, dem Freund Davids, dem Sohn Sauls. Er hatte einen sehr jähzornigen Vater, und er wusste, dass sein Vater David töten wollte. Und Jonathan riskierte sein Leben für seinen besten Freund David, um ihn zu schützen. Er sah das Unrecht, welches sein Vater vollbringen wollte, und er ließ es nicht zu, sondern er wendete diese Gefahr ab – ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben.
Eine Gesellschaft und Männer, die erzogen wurden, nur an sich und an das Beste für sich zu denken und nur für ihr eigenes Wohl zu leben, die werden bei Gefahr die Flucht ergreifen. Sie werden nicht aus Liebe zum Nächsten handeln, sondern aus Liebe zu sich selbst. Jemanden zu beschützen kann nämlich Gefahr bringen. Es kann im Äußersten sogar lebensgefährlich für andere werden. Es kann im Äußersten so lebensgefährlich für dich werden, dass manche schon daran gestorben sind. Der Anspruch, der hier gelegt wird, ist die Liebe und die Hingabe des Christus.
Und das ist nicht anders als bei allen anderen Punkten von Männlichkeit: Als Leiter sind Männer dazu berufen, ihre Rolle vorbildlich auszuführen. Und dieses Vorbild wird dann nachgeahmt – von seiner Frau, von seinen Kindern in ihren jeweiligen Rollen. Dieses Vorbild wird dann nachgeahmt auch von anderen in der Gesellschaft. Es ist nicht ohne Grund so, dass die Leute eine hohe Sicht von Feuerwehrleuten haben. Denn wenn die Feuerwehrleute in ein brennendes Gebäude gehen und Menschen retten, dann kommt nach ihnen niemand mehr. Man spricht sogar von Helden, die Leben für andere aufs Spiel setzen.
Und genauso soll der biblische Mann ein Vorbild für alle um ihn herum sein, indem er diese biblische Rolle ausführt, indem er mutig und stark ist, indem er mutig und mannhaft ist.
W. Baucham schreibt in seinem Buch What He Must Be über ein weiteres Buch, was er gelesen hat – ein sehr altes Buch: das Buch Foxe’s Book of Martyrs, das Buch der christlichen Märtyrer, Männer und Frauen Gottes, die hingerichtet wurden für ihren Glauben. Und er schreibt:
»Als ich die Geschichte von Dr. Taylor las, sah ich ein unglaubliches Bild eines Beschützers. Interessanterweise beschreibt Fox, der Autor dieses Buches, nicht Taylors körperliche Statur oder Stärke. Er sagt nicht, ob Taylor ein geschickter Faustkämpfer oder ein Schütze war oder nicht. Es besteht jedoch kaum ein Zweifel daran, dass dieser Mann den Charakter eines Beschützers hatte. Es kommt eine Zeit, in der ein Beschützer einfach mutig sein muss. Letztlich geht es beim Schutz der eigenen Familie darum, mutig genug zu sein, in die Bresche zu springen, wenn die Zeit gekommen ist. Wenn Taylor etwas war, dann war er mutig.«
Und jetzt zu der Geschichte, die er las:
»Bevor der Sheriff Taylor seinem Schicksal übergab – also ihn zur Hinrichtung entließ –, ließ er ihm noch einen Moment mit seiner Frau. Der Charakter seines Gefangenen hatte ihn offensichtlich berührt. Die Männer des Sheriffs wollten ihn abführen, aber der Sheriff sagte: ›Bleibt noch ein wenig, meine Herren, und lasst ihn mit seiner Frau sprechen.‹ Und so blieben sie. In diesem Moment zeigte Taylor die Art von Tapferkeit, die nur vom Herrn kommen kann. Was dann geschah, lässt mir die Haare im Nacken stehen. Taylor nahm seine Tochter Mary in den Arm. Er kniete mit seiner Frau und seiner Tochter Elisabeth nieder und sprach mit ihnen das Vaterunser. Der Sheriff und sein Begleiter weinten bei dem Anblick. Nachdem sie gebetet hatten, stand Taylor auf, sah seine Frau an und sagte: ›Leb wohl, meine liebe Frau. Sei getrost, denn ich habe ein ruhiges Gewissen. Gott wird ein Vater für meine Kinder erwecken.‹ Taylor war weder ein Rambo noch Captain America. Er war ein ganz normaler Mann, dessen Leben die Zeichen eines echten Lebens mit Christus trug. Er war ein Beschützer der Schwachen, ein Verteidiger des Glaubens und ein Märtyrer, der dem Tod mit Würde begegnete – während er an einem Pfahl gekettet in einem Fass mit Pech stand, die Psalmen sang und so zu seinem Herrn betete. Diejenigen von uns, die Söhne großziehen, täten gut daran, ihnen Geschichten von Männern wie Roland Taylor vorzulesen. Wir müssen unseren Söhnen bewusst machen, dass es Männer gibt, die ihre Frauen und Kinder trösten, während sie ihrem eigenen Tod entgegengehen. Wir müssen solche Männer als leuchtende Beispiele dafür sehen, wie echter Glaube an Christus aussieht. Außerdem müssen wir sie daran erinnern, was die Nachfolge kostet und wie gefährlich die Freundschaft mit der Welt ist.«
Und so kann der Mann seine Rolle und seinen Charakter und seine Stärke entweder dazu nutzen, Frauen zu missbrauchen und zu dominieren, oder er kann beides nutzen, um zu beschützen. Und letzteres spiegelt biblische Männlichkeit wider.
Und wenn ihr euch an 1. Timotheus 3 erinnert, an die Qualifikation eines Ältesten, der als Mann Vorbild für andere ist, dann sehen wir genau diese Punkte dort widergespiegelt: Er soll kein Schläger sein – also milde, sanft. Er soll nicht streitsüchtig sein – also friedlich und dem Frieden nachjagend. Er ist hauptverantwortlicher und vorbildlicher Beschützer.
Und wenn wir Jungs zu Männern erziehen, dann muss ihnen das klargemacht werden. Die Frauen sind nicht eure Gegner – ganz im Gegenteil. John MacArthur schreibt dazu in seiner Predigt:
»Männer sind diejenigen, die die Beschützer sein sollen, die ihre Frauen beschützen, die ihre Kinder beschützen, die all das tun, was getan werden muss, um das Böse in einer Gesellschaft zu reduzieren und das Gute hervorzubringen. Und doch hat die Gesellschaft über Jahre und Jahrzehnte Männer damit beschäftigt, das Böse zu produzieren und das Gute zu verringern. Wahre Männlichkeit ist mit dem Wort Mut verbunden. Das ist die Tugend, die einen echten Mann auszeichnet. Wahrheit, Überzeugung, Mut. Männer stellen sich dem Leben mit dieser Art von Tapferkeit. Sie sind wachsam gegenüber den Gefahren, die sie umgeben. Sie sind wachsam. Sie sind Beschützer ihrer Frauen und Kinder, ihrer Freunde und aller Menschen, auf die sie Einfluss haben. Sie haben Überzeugung in Bezug auf das, was wahr ist. Sie haben den Mut, diese Überzeugung zu leben, und die Kraft, standhaft zu bleiben. Und wenn diese Überzeugung sie alles kosten wird – ihre Überzeugungen sind nur dann echte Überzeugungen, wenn sie auch unter größtem Druck Bestand haben.«
Wenn du in deinem Zuhause Jungs zu Männern erziehen willst, dann musst du als Vater diesen Punkt ausleben. Du zeigst durch dein Verhalten deinen Söhnen, wie du dich hingibst. Du sorgst dafür, dass deine Frau sich sicher und geschützt fühlt. Du sorgst auch dafür, dass andere sich in deiner Gegenwart sicher fühlen. Es gibt nicht nur deiner Frau Sicherheit, sondern auch deinen Kindern. Und deine Söhne werden lernen, dass sie deinem Vorbild eines biblischen Mannes folgen sollten.
Hilf ihnen, ein klares Verständnis davon zu bekommen, was Recht und was Unrecht ist. Deine Söhne müssen trainiert werden, das schon früh zu unterscheiden. Wir hatten schon gesehen, dass sie tapfer, stark und mutig sein sollen, und diese Eigenschaft brauchen sie, um als Beschützer zu handeln. Und dann bring ihnen bei, dass es Personen gibt, die schwächer sind, und dass es ihre Aufgabe ist, als Beschützer voranzugehen. Und das kann schon mit den kleinsten Dingen anfangen. Wenn sie in kleinen Dingen Verantwortung übertragen bekommen, auf was sie zu achten haben, dann trainierst du sie dazu, diese Dinge im Blick zu haben.
Lass sie nicht mit Mädchen kämpfen – auch nicht mit deinen Töchtern. Sie sollen ihre Kraft und Überlegenheit, die sie oft haben, eben nicht dazu nutzen, sondern dafür, zu schützen. Hilf ihnen, eine Wachsamkeit zu entwickeln, auch im Bezug darauf, wie sie anderen und auch anderen Frauen helfen können. Und vor allen Dingen: Bring ihnen Liebe zu anderen Menschen bei.
Fast alles in unserer Gesellschaft ist heute auf Selbstliebe ausgelegt. Aufopferung für andere ist völlig out. Die Leute arbeiten nur noch für sich selbst – nicht mal mehr für den Arbeitgeber und erst recht nicht zum Wohle von anderen Menschen. Sie haben Beziehungen nur für ihr eigenes Wohl, und wenn die andere Person nicht mehr genug dient, dann wird halt gewechselt. Und jedes Einzelne muss nur noch um sich selbst kreisen. Wenn eine Einzelperson sich angegriffen fühlt, in ihren Gefühlen verletzt, dann muss die ganze Welt sich ändern.
Jungs, die so erzogen werden, dass sich alles um sie dreht – sie werden nicht beschützen. Sie werden nur an ihr eigenes Wohl denken, und sie werden als Männer auch genauso handeln. Sie werden nicht aus Liebe zum Nächsten handeln, sondern ausschließlich für ihr eigenes Wohl.
Trainiere den Jungen, damit er lernt, dass sich eben nicht alles um ihn dreht. Hilf ihm zu verstehen, dass er Gott mit der Rolle des Beschützers ehrt, und das ist seine Aufgabe in der Gesellschaft und in seiner zukünftigen Ehe. Und dann werde kreativ, wie du ihn darin trainieren kannst, diese Rolle zu stärken. Und lobe ihn, wenn du Fortschritte siehst – auch wenn es kleine Fortschritte sind.
Aber sie sollen nicht nur zu Beschützern erzogen werden, sondern sie sollen auch zu Versorgern erzogen werden.
Der Mann ist ein Versorger. Wir sind mittlerweile in einer Zeit angekommen, wo massenweise – und ich kann mir das fast nicht mehr ansehen – junge Menschen in Tränen ausbrechen, weil ihre 35-Stunden-Woche im Job viel zu viel ist. Man hat ja gar keine Freizeit mehr, beschweren sie sich. Und dann wird ein Aufruf gestartet, nur noch so wenig Stunden wie möglich zu arbeiten – oder halt gar nicht mehr. Es gibt ja Bürgergeld. Und hier und da werden gerade Argumente gebracht, dass die Gesellschaft dann ja noch weniger Anreiz hat irgendwie zu arbeiten, weil man für nichts tun mehr Geld auf das Konto gutgeschrieben bekommt.
Wir müssen dazu verstehen, dass Arbeit nichts Schlechtes ist. Im Gegenteil: Gott hat Arbeit schon im Garten Eden gegeben. Das Einzige, was durch den Sündenfall passiert ist, ist, dass sie hart und schweißtreibend geworden ist – und das lieben die Menschen normalerweise nicht.
Vor einiger Zeit hat ein Arbeitgeber erzählt – und er steht mit dieser Erfahrung absolut nicht alleine da – dass junge Leute und vor allen Dingen junge Männer keine Lust mehr auf Arbeiten haben. Er findet keine Angestellten. Und es ist auch kein Geheimnis, dass wenn in Schulen – wenn diese Frage überhaupt noch gestellt wird – die Frage nach »Was willst du mal werden?« oder »Was willst du mal arbeiten?« kommt, dass die wenigsten überhaupt einen Plan gemacht haben, wo es mal hingehen soll. Und wenn sie einen Plan haben, dann muss es ein Job sein, mit dem man so viel Geld für so wenig Aufwand wie möglich verdient. Alles andere kommt nicht in die Tüte.
Was sie nicht verstehen ist: Da kommt auch nichts in die Lohntüte. In Deutschland ist das nicht mehr ganz so, aber es war mal so. Die Arbeitsethik ist nicht nur in der Welt verschoben und teilweise völlig zerstört, sondern sie hat auch in der Gemeinde an Einfluss gewonnen.
Und W. Baucham schreibt dazu: »Eine schlechte Arbeitsmoral ist letztendlich ein geistliches Problem. Als Väter müssen wir unsere Söhne vor diesem fatalen Fehler schützen und unsere Töchter vor potenziellen Verehrern, die diesen Makel tragen. Ein junger Mann, der nicht bereit ist, hart zu arbeiten, wird kein guter Versorger sein.«
Leider hat der Mensch seit dem Sündenfall ein schwieriges Verhältnis zur Arbeit. Das ist das Ziel: Wir müssen Jungs vor diesem fatalen Fehler bewahren und sie dahingehend zu Männern erziehen, die eine gute biblische Arbeitsmoral haben und hart arbeiten. Und mit harter Arbeit meine ich nicht, dass Männer 80 Stunden lang in der Woche im Stahlwerk schuften müssen, um dieses Ziel von Männlichkeit zu erreichen. Arbeit hat viele Facetten. Es beginnt beim harten, ernsthaften Studium bis hin zu einem sehr den Körper herausfordernden Job an der Straße. Die Leute, die auf der Autobahn bei 35 Grad teeren – die haben einen schweren Job. Und Arbeit ist auch nicht nur ein Selbstzweck, sondern es ist auch zum Besten des anderen.
Und Gott meint es ernst mit diesem Thema. In den Sprüchen wird der Faule aufgefordert, wohin zu gehen? Zur Ameise:
»Geh zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an.«
Und was sagt Paulus? Er sagt in 1. Timotheus 5, Vers 8:
Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für die Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.
Er sagt hier: Wenn jemand – also irgendeine Person – nicht sorgt, und zwar für wen? Für die Seinen, für seine Hausgenossen, für alle, für die er zuständig ist – dann hat er den Glauben verleugnet und ist sogar schlechter als ein Ungläubiger.
Stellt euch das mal vor: Da ist der junge Mann, der macht alle möglichen Dinge, fährt jedes Jahr in den Skiurlaub, ist nur unterwegs, gibt das ganze Geld aus, was er hat, und macht sich auch keine Sorgen, wie irgendwie was Neues reinkommen soll. Bis jetzt haben Mama und Papa ja immer schön bezahlt. Und dann kommt er auf die großartige Idee zu heiraten und will da genauso weitermachen. Denkt ihr, das wäre eine gute Idee?
Es kann sogar so weit gehen, dass Männer in der Ehe das ganze Geld verzocken, oder sie geben alles für Unsinniges aus. Oder es gibt Männer, die vernachlässigen ihre Frauen mit Absicht, obwohl sie genug zum Versorgen haben, und die Frauen wissen nicht mehr, wie sie überhaupt noch zurechtkommen sollen. Es geht hier nicht darum, dass der Mann jedem Wunsch nachkommen soll. Im Kontext der Stelle von Paulus geht es um Witwen und wie man mit ihnen umgehen soll. Es geht hier also wirklich um Vernachlässigung.
Und dann in 2. Thessalonicher 3, ab Vers 6 – die Stelle könnt ihr gerne aufschlagen, die werden wir uns jetzt konkreter ansehen. Das scheinen Brüder gewesen zu sein, die nicht arbeiten wollten. Und aus welchen Gründen auch immer wollten sie, dass die Gemeinde sie durchfüttert. Ist ja großartig – man hat Zeit ohne Ende, kann machen, was man will, und die Gemeinde sorgt für einen. Aber sie wollten selbst nichts tun.
2.Thessalonicher 3, Vers 6:
Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch von jedem Bruder zurückzieht, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat. Ihr wisst ja selbst, wie ihr uns nachahmen sollt, denn wir haben nicht unordentlich unter euch gelebt. Wir haben auch nicht umsonst bei jemandem Brot gegessen, sondern mit Mühe und Anstrengung haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um niemandem von euch zur Last zu fallen – nicht dass wir kein Recht dazu hätten, sondern um euch an uns ein Vorbild zu geben, damit ihr uns nachahmt. Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, dann soll er auch nicht essen. Wir hörten nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnützen Dingen nachgehen. Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, dass sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen.
Was war hier genau passiert? Im Vers 6 gebietet er ihnen, dass sie sich von einem Bruder, der unordentlich lebt, zurückziehen sollen. Und dann schaut man in Vers 7 am Ende: Da zeigt er ihnen auf, was das Gegenteil von unordentlichem Leben ist. Er, Paulus, und seine Mitarbeiter – sie waren nämlich eine ganze Weile bei den Thessalonichern gewesen. Und in Vers 8 hatten sie niemandes Brot umsonst gegessen – also sie hatten sich nicht versorgen lassen. Sondern im Gegenteil: Und jetzt schaut mal in den zweiten Teil von Vers 8. Seht ihr das? Sie hatten mit was gearbeitet? Mit Mühe und Beschwerde. Es war also anstrengend, es hat sie richtig herausgefordert. Und sogar Tag und Nacht – sie mussten also ständig arbeiten. Es war nicht irgendwie so ein kurzes Arbeitsding: »Ich mach mal da irgendwie so eine Stunde was, und dann reicht das.« Und dann hatten sie eine Menge Freizeit, um bei den Thessalonichern noch zu schauen, wie schön die Stadt war, und ihren Hobbys nachgehen können. Nein, Paulus und seine Mitarbeiter hatten richtig hart neben ihrer Arbeit gearbeitet.
Warum sage ich das so? Weil sie haben die restliche Zeit ja auch gearbeitet – versteht ihr? Sie als Apostel, Prediger und Leiter hatten unter den Thessalonichern gearbeitet. Und dann hatten sie neben dieser Arbeit noch gearbeitet, damit sie etwas zu essen hatten. Für das eine hatten sie keinen Lohn bekommen, für das zweite hatten sie einen Lohn bekommen – also einen physischen Lohn, zumindest um Brot zu kaufen. Und dafür mussten sie die ganze restliche Zeit arbeiten.
Klingt das anstrengend? Es war anstrengend. Aber warum war das so? Es war nicht so – Betonung auf »nicht so« – wie heute manche sagen: »Ja, siehst du, Paulus hat ja auch viel in der Gemeinde gemacht und hat nebenher gearbeitet. Also in der Gemeinde sollte niemand bezahlt werden und niemand der Gemeinde auf der Tasche liegen. Ja, die Ältesten sollten schön alle ganz, ganz viel arbeiten gehen nebenher, damit sie das verdienen. Paulus hat ja auch gemacht.« Nein. Der Grund steht in Vers 7 und in Vers 9: Sie hatten es gemacht, um den Thessalonichern ein Vorbild in Arbeit zu sein. Sie sind also die extra Meile gegangen – die extra Meile, die sie nie hätten gehen müssen. Sie hatten ein Recht auf Bezahlung durch die Thessalonicher. Sie sind aber die extra Meile gegangen, um zu zeigen, wie Arbeit aussieht, wie das Gegenteil von unordentlichem Leben aussieht. Sie haben freiwillig verzichtet.
Und dann Vers 10: »Wenn jemand nicht arbeiten will, dann soll er auch nicht essen.« Das ist, was Paulus ihnen schreibt. Ist es nicht eine harte Aussage? Stellt euch vor, das würde heute mal jemand zu einem sagen, der nicht arbeiten will: »Wenn du nicht arbeitest, sollst du auch nicht essen.« Gott nimmt das ernst. Arbeit ist kein Fluch.
Ja, der Mann hat die Hauptverantwortung für das Versorgen der Familie, auch wenn die Arbeit nur ein Teil des Versorgens ist, weil es Essen auf den Tisch bringt, weil es ein Dach über den Kopf bringt. Aber genauso muss er auch die Familie in jeder anderen Hinsicht versorgen. Er muss auch dazu fähig sein, seine Familie geistlich zu versorgen. Ist er der Einzige, der das zu Hause macht? Nein, auch die Mutter versorgt. Aber er hat die Hauptverantwortung – die Last liegt von Gott auf seinen Schultern.
Und so haben wir uns in der letzten Predigt schon angesehen, dass Christus exakt das sogar am Kreuz noch macht. Er, als ältester Sohn, sorgt für seine Mutter. Josef war sehr sicher schon gestorben. Und er stellt die Versorgung seiner Mutter sicher. Er kommt als perfekter Mann dieser Rolle nach und lässt seine Mutter nicht alleine zurück. Er gibt sie in die Obhut eines seiner Jünger.
Und das ist, was wir den Jungs beibringen müssen. Gerade in der jetzigen Zeit ist es umso wichtiger. Es gibt Familien, die sind froh um jedes Mädchen, was sie bekommen, weil Mädchen ja diejenigen sind, die zu Hause helfen – entweder freiwillig oder helfen müssen. Aber die Jungs können machen, was sie wollen. Die Mädels arbeiten und die Jungs nicht. Aber das ist nicht richtig. Müssen auch die Mädchen lernen zu arbeiten? Keine Frage. Müssen sie lernen zu versorgen? Keine Frage. Aber Jungs umso mehr.
Es kann nicht sein, dass der Junge draußen die ganze Zeit – ich nehme ein Beispiel – Fußball spielt, während drinnen die Mädels alles aufräumen und den Tisch decken. Er muss lernen zu helfen. Er muss lernen zu arbeiten. Er muss lernen, seine Freizeit zum Wohle der anderen einzukürzen.
Übernimm nicht alle seine Aufgaben – vor allen Dingen, wenn er älter wird. Sonst entlässt du einen jungen Mann, der sehr wahrscheinlich heiraten wird, und er denkt dann, dass seine Aufgabe und seine Versorgung durch das Arbeiten nach 8 Stunden Arbeit erledigt sind. Er kann sich jetzt die restliche Zeit schön zurücklehnen, und den Rest müssen andere erledigen.
Bereite ihn darauf vor, hauptverantwortlicher Versorger zu sein. Bereite ihn darauf vor, hart zu arbeiten. Trainiere ihn seinem Alter entsprechend – aber trainier ihn. Und um Gott zu ehren, muss er gelernt haben, hart zu arbeiten und in jeder Hinsicht eine Familie zu versorgen.
Das ist genau der Grund, warum Paulus dem Timotheus bei den Qualifikationen der Ältesten sagt, dass ein Mann seinem Haus gut vorstehen muss. Hier noch mal die Erinnerung aus 1. Timotheus 3, Vers 5:
Wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?
Ja, wenn ein Mann nicht mal in seiner Familie die grundlegendsten Dinge versorgt – wie soll er bitteschön um die noch viel größeren Dinge in der Gemeinde besorgt sein? Das ist nicht möglich. Und seht ihr: In unserer Gesellschaft haben wir das ganze Ding umgedreht. Leute, die nie sich in diesem Punkt bewährt haben – oder sogar im Gegenteil, die nicht mal ihr Zuhause, manche von denen nicht mal sich selbst im Griff haben – die sollen Leiter sein. Aber bei Gott ist es ganz anders.
Und so bringt den Jungs bei, hart zu arbeiten. Als Vater und auch als Mutter seid ihr nicht die Sklaven eurer Kinder. Sie müssen lernen, zum Beispiel selbst aufzuräumen – vielleicht nichts Neues, aber vielleicht was Neues: Sie sollen im Haushalt helfen. Ja, auch die Jungs. Warum? Weil sie dort lernen, unter Autorität Dinge ordnungsgemäß zu erledigen, auch wenn sie keine Lust darauf haben.
Fang mit dem Training früh an. Ja, auch kleine Kinder können schon ihren Plastikteller in die Küche bringen. Die Jungs können das auch – die haben sogar zwei Hände von Gott dafür bekommen.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie du als Vater, wie ihr das in eurer Familie regelt. Ein paar praktische Beispiele, wie es aussehen könnte: Nimm sie mit, wenn du Reifen wechselst oder im Garten arbeitest. Ja, es ist manchmal wesentlich anstrengender, weil die Dinge langsamer gehen und weil du korrigieren musst und weil du ermutigen musst und weil du anleiten musst. Aber so hilfst du ihnen, zu Männern zu werden, die wissen, wie man arbeitet.
Du kannst sie zum Beispiel auch im Garten eine kleine Ecke etwas anpflanzen lassen. Und so können sie kontinuierlich lernen zu versorgen. Denn wenn sowas im Sommer fünf Tage in der Sonne steht und es wird nicht gegossen, dann ist es weg. Und du kannst ihnen sehr gut das Ergebnis davon aufzeigen, was passiert, wenn man aufhört zu versorgen – Saat und Ernte. Auch das haben wir uns in der Predigt schon angesehen: Was du säst, wirst du ernten.
Und wenn sie alt genug sind, könntest du sie Ferienjobs machen lassen. Auch wenn sie eine Auszeit brauchen in den Ferien, bleibt immer noch genug Zeit übrig. Und dann können sie lernen, unter der Autorität einer fremden Person zu arbeiten. Und sie werden manchmal sehr einfache und sehr unschöne Dinge arbeiten müssen während dieser Zeit. Aber es wird ihnen helfen, zu lernen, fleißig zu sein und sich unterzuordnen.
Und bei jedem dieser Punkte weise sie immer wieder darauf hin, warum all das wichtig ist. Hilf ihnen, Gottes Maßstab zu verstehen, und zeig ihnen auf, dass sie Gott damit ehren. Das ist das Ziel. Kolosser 3, Vers 23:
Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn.
Das ist das Ziel. Es ist nicht der Selbstzweck: »Ich habe einen möglichst hartarbeitenden Jungen erzogen, um mich selbst damit zu profilieren. Schaut mal, wie hart der arbeitet – der ist mein Produkt.« Es ist auch nicht, dass du deinen Jungen so hart erziehst und trainierst, damit du nachher mal sagen kannst: »Mein Junge, er hat ein eigenes Haus und ein eigenes Grundstück. Er lebt den Traum.« Der Zweck ist, dass sie verstehen, warum sie diese Dinge tun sollen. Sie sollen Gott damit ehren – das ist das Ziel.
Und es ist nicht nur die Ausrichtung, sondern es ist auch eine sehr gute Gelegenheit, ihm das Evangelium zu bringen. Denn warum fällt es deinem Jungen so schwer, diszipliniert an der Arbeit zu bleiben? Warum fällt es ihm so schwer, diszipliniert an der Arbeit zu bleiben, die ihm nicht gefällt? Warum sucht er lieber Erholung und sein eigenes Glück? Warum macht er gewisse Aufgaben sehr gerne, aber andere Aufgaben überhaupt nicht gerne?
Weil er ein Sünder ist. Oder wenn er wiedergeboren ist, weil er mit der Auswirkung von 1. Mose 3 kämpft. Der Sünder sucht sein eigenes Glück und seine eigene Ehre. Christus aber gab sich selbst hin. Christus starb für uns, als wir noch Sünder waren. Das ist genau das Gegenteil. Er hatte keine Leistung unsererseits zu erwarten.
Und so kannst du ihm das erklären und ihm helfen zu verstehen, dass er Rettung braucht, dass er nur durch Gottes Wirken an seinem Herzen all diese Dinge richtig und aus der richtigen Motivation tun kann.
Und wisst ihr was? Es gibt Hoffnung für die Jungs. Es gibt echte Hoffnung. Aber wisst ihr was? Es gibt auch Hoffnung für uns. Denn der gleiche Gott, der fähig ist, all diese Jungs, die in dieser Gesellschaft groß werden, zu retten – er ist auch unsere Hoffnung in unserem Versagen. Denn wie oft sind wir kein Vorbild für die eigenen Jungs? Wie oft sind wir kein Vorbild für all die Jungs um uns her? Wie oft verhalten wir uns nicht als biblische Männer und sind schlechte Vorbilder für all die Jungs und all die jungen Männer, die hier groß werden – ob gläubig oder ungläubig?
Aber was tun? Was sogar tun, wenn du schon einen Teenager hast und du hast bis jetzt alles vermasselt? Gibt es Hoffnung? Es gibt Hoffnung. Christus ist auch dafür gestorben. Es gibt immer die Möglichkeit umzukehren. Du kannst jederzeit Buße tun. Du kannst jederzeit Gott um Vergebung bitten und neu anfangen. Das ist das Großartige – das ist das Großartige an Gottes Rettungsplan. 1. Johannes 1, Vers 9:
Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Auch wenn du bis jetzt versagt hast – das ist unsere Hoffnung in all den Punkten. Und das ist auch, warum der Aufruf da ist, Jungs zu Männern zu erziehen, weil wir eben diese Hoffnung haben.
Wir haben uns in den zwei Predigten angesehen, was Gott Männer und Frauen unterschiedlich geschaffen hat – als Mann und als Frau. Und wir haben uns angesehen, dass Männer leiten sollen und dass wir Jungs zu Männern erziehen sollen. Sie sollen mutig und mannhaft sein. Sie sollen Beschützer sein. Sie sollen Versorger sein. Und in alldem sollen sie lernen, die Verantwortung zu übernehmen.
Männer sollen leiten. Und das ist so anders als das, was die Welt sagt. Die Welt sagt: »Männer dürfen nicht mehr leiten – das ist toxisch, das ist giftig. Sie sollen lieber weiblich werden.« Die Welt macht den Jungs klar, dass sie weder mutig noch stark sein sollen. Das würde viel zu sehr nach einem Leiter aussehen. Und sie sollen sich auch nicht als Beschützer aufspielen. Nein, einige sehen sogar eine Gefahr darin, wenn ein Mann einer Frau die Tür aufhält – das sei toxisch. Nein, sie sollen sich lieber zurückziehen. Und dann verschwinden sie – die Männer, die jungen Männer und die alten Männer. Sie verschwinden in den Kellern, sie verschwinden vor den Spielkonsolen, sie verschwinden bei Twitch. Sie verlieren sich in allen Möglichkeiten, Vergnügen zu suchen. Aber sie werden nicht mehr als Versorger wahrgenommen. Und all das hat direkt mit Leitung zu tun.
Und aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir eben nicht leben wie die Welt lebt. Und wenn dann Männer leiten, dann sind sie entweder absolut soft und haben keine Meinung zu irgendwas und vergessen alles Mögliche, oder sie fallen in das andere Extrem, indem sie harte Männer werden, die als Alleingänger über jeden Zweifel als Alpha-Male erhaben sind. Sie sind sich selbst genug.
Doch der Mann, den Gott beschreibt und zu welchem wir die Jungs erziehen sollen, er ist so anders. Er soll ein Mann nach dem Herzen Gottes werden – das ist das Ziel. Er, dieser Mann nach dem Herzen Gottes, er ist ohne offensichtliche, eklatante Sünde. Er ist ein Mann, der Frauen nicht benutzt, sondern seiner Frau treu ist. Er ist wachsam und klardenken. Er ist diszipliniert und bescheiden. Er hat ein ordentliches Leben. Er ist gastfreundlich. Er ist fähig, seine Familie und vielleicht auch andere zu belehren. Er ist kein Schläger, sondern ruhig und sanft. Er sucht nicht den Streit, sondern er ist ein Friedensstifter. Er liebt nicht das Geld, sondern er liebt Gott. Er kann seinem eigenen Haus gut vorstehen und gut anleiten. Und er geht die extra Meile – er geht die extra Meile als Vorbild und Leiter voran, auch wenn es für ihn herausfordernd und schmerzhaft ist.
Ihr Lieben, das ist, wie Paulus dem Timotheus den vorbildlichen Mann, den Ältesten, in 1. Timotheus 3 beschreibt. Geht die Liste noch mal durch – das ist die Liste, die Paulus vorgibt für einen vorbildlichen Leiter. Das ist die Qualifikation eines Leiters. Und auch für die Frauen gelten viele dieser Punkte, und auch das macht Paulus in den folgenden Abschnitten in 1. Timotheus 3 klar. Aber der Mann ist als Leiter verantwortlich – genauso wie Adam verantwortlich war und genauso wie Josef verantwortlich war.
Und dann haben wir Christus – den perfekten Mann, der all das in Perfektion ausgelebt hat. Er ist unser Vorbild. Aber wisst ihr was? Er ist gleichzeitig unsere Hoffnung. Und wenn die Gesellschaft immer mehr den Bach runtergeht, so haben wir echte Hoffnung – Hoffnung, weil Gott wirklich existiert und weil wir wissen, dass seine Prinzipien richtig und gut sind.
Lasst uns nicht müde werden im Kampf darum, Jungs zu Männern zu erziehen – zu Männern, die leiten und Verantwortung übernehmen. Zu einer neuen Generation von Männern, die nicht tun, was recht ist in ihren Augen, die den Herrn nicht kennen – das werdet ihr so sehr oft im Buch Richter finden –, sondern eine Generation von Männern, die nach biblischen Prinzipien lebt. Männer, die gelernt haben zu leiten, indem sie mutig und mannhaft sind, indem sie Beschützer sind, indem sie Versorger sind und indem sie die Hauptverantwortung für all das übernehmen. Männer, die unter der Autorität von Gott stehen und in diesem Bewusstsein ihre Gott gegebene Rolle einnehmen und mit Freude und Hingabe ausleben.
Du großer Gott und Vater, wir wollen dir so sehr dafür danken, dass du uns nicht alleine gelassen hast. Erstens wären wir völlig verloren, wenn du nie Rettung geschickt hättest. Wir würden ausschließlich auf uns selbst gerichtet, mit Selbstliebe und Egoismus und Hingabe für uns selbst, leben. Aber du bist zur rechten Zeit gekommen und hast deinen Sohn auf diese Erde gesandt, damit er der Retter der Welt wird.
Herr Jesus, du hast dich hingegeben und die Rolle und den Plan, den du bekommen hast, völlig ausgelebt. Du bist nie geflohen, du bist nie abgewichen, obwohl du wusstest, welch großer Schmerz dir bevorsteht. Bist du diesen Weg gegangen. Deine eigenen Jünger sind im Garten Gethsemane eingeschlafen, während du im Todeskampf warst. Aber du hast gesagt: »Nicht dein Wille geschehe, sondern der deines Vaters.« So bist du uns ein solches Vorbild, und wir danken dir dafür, dass wir fähig sind, als Gläubige so zu leben.
Danke, dass du durch den Heiligen Geist und dein Wort in uns arbeitest, in uns wirkst. Und wir beten darum, Herr, dass wir eine Generation von Männern werden, die vorbildlich in biblischem Mannsein sind, und die Männer, die Jungs zu Männern erziehen. Wir beten darum, Herr, dass du Gnade schenkst, denn die Gemeinden und die Gesellschaft und die Welt brauchen Männer, die dich lieben und deine Prinzipien ausleben.
Danke für die Hoffnung, für die Gnade, die du schenkst, und danke, dass wir uns auf dich verlassen können. Danke dafür, Herr, dass du uns liebst und dass wir wissen dürfen, dass wir in dieser Tatsache erziehen können, anleiten können, Vorbilder sein können. Danke, dass wir Hoffnung haben.
Amen.
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