Gott hat Sinnlichkeit geschenkt, Leidenschaft geschaffen, Sehnsucht gegeben und Intimität und Sexualität ins Leben gerufen. All das für einen Mann und eine Frau, die den Ehebund geschlossen haben. In der Ehe ist die Sexualität rein.
Viele fragen sich, ob Selbstbefriedigung, Flirten und Intimität Sünde sind und was die Bibel dazu sagt. Weil Gott Sexualität ins Leben gerufen hat, ist jegliche Unreinheit außerhalb der Ehe zu töten – jeder lustvolle Gedanke, jeder Tagtraum, jeder Flirt, jede intime Handlung – ob in Selbstbefriedigung oder gegenseitiger Befriedigung – alles außerhalb der Ehe ist Unreinheit. Und auch innerhalb der Ehe ist jede sexuelle Unmoral mit einer Person außerhalb der Ehe oder mit dir selbst Sünde – so wie die Selbstbefriedigung, die nur die eigene Leidenschaft befeuert, jeder zweiten Blick auf Nacktheit, pornographisches Bildmaterial oder Text. Aber auch Romane und Zeitschriften – besonders für die Frauen – können unglaublich ausschmückend sein, und es braucht kein Bild, um ein Kopfkino zu erzeugen. Alles das ist Leidenschaft, die zu töten ist. Das ist die biblische Norm. Die Norm ist nicht unsere Gesellschaft und was die Gesellschaft für annehmbar hält, sondern die Norm ist allein Gottes Wort.
Was bedeutet Unzucht überhaupt?
Halte dich fern von Unzucht. Unzucht ist in der Neuen Genfer Übersetzung übersetzt mit »sexueller Unmoral«, in der Hoffnung für alle mit »sexuelle Zügellosigkeit«. Das griechische Wort für Unzucht ist Porneia, und es beschreibt den Umgang mit einer Prostituierten.
Dies auszuüben, beiseite zu schieben und zu ignorieren, wird dazu führen, dass du auf ewig verloren bist und in der Hölle endest. Unzucht, Unreinheit und Ausschweifung, sagt Galater 5,19, sind die Werke des Fleisches. Wer so etwas tut und nicht umkehrt, wird das Reich Gottes nicht erben: »Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, (…) und was diesen Dingen gleicht, wovon ich euch voraussage, wie ich auch vorausgesagt habe: Die solche Dinge Verübenden werden die Königsherrschaft Gottes nicht erben.« – Galater 5,21. Wenn du den Vers nicht schon auswendig kennst, lerne ihn auswendig.
Gott beruft uns zur Heiligung – nicht zur Unreinheit
In 1. Thessalonicher 4 lesen wir: »Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern in Heiligkeit. Deshalb nun, wer dies verachtet, verachtet nicht einen Menschen, sondern Gott, der euch auch seinen Heiligen Geist gegeben hat.«
Hier haben wir wieder den Begriff der Unreinheit, zu der wir nicht berufen sind – und er wird klar definiert. Du bestimmst nicht, was unrein ist. Wer bestimmt es? Gott bestimmt es – er allein. Wer ihn verwirft, verwirft Gott selbst. Diejenigen aber, die seinen Heiligen Geist haben und sein Wort lesen, werden den Maßstab Gottes erkennen und verstehen.
Unreinheit – ein Merkmal des ungläubigen Lebens
Unreinheit ist eine Charakteristik von Ungläubigen. In Epheser 4,17–19 lesen wir in anderer Weise davon. Paulus schreibt im Epheserbrief: »Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes. Sie sind verfinstert am Verstand, fremd dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens. Sie, die abgestumpft sind, haben sich selbst der Ausschweifung hingegeben zum Ausüben jeder Unreinheit mit Gier.«
Schau mal in den Bibeltext hinein. Paulus bezeugt in der Autorität Gottes, dass die lieben Epheser jetzt nicht mehr so wandeln. Das ist krass. Warum? Die Leute, die das gelesen haben – und auch wir – waren früher genau so. Wir waren verfinstert am Verstand, entfremdet dem Leben Gottes, unwissend, in den Herzen verhärtet und alles Empfinden verloren – oder in anderer Übersetzung: abgestumpft. Jetzt sind wir es aber nicht mehr. Und deshalb sollen wir nicht mehr so wandeln wie die übrigen Heiden.
Die Kraft Gottes genügt – auch hier
»Jetzt nicht mehr« bedeutet ganz konkret: Die Kraft Gottes genügt, um von der ganzen sexuellen Unmoral loszukommen. Denn das war einmal unser Leben – aber jetzt ist es nicht mehr so.
Genau das Gleiche sagt Paulus auch in Kolosser 3,7: »Unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.« In welchen Dingen hast du gelebt? In Unzucht, in Unreinheit, in böser Begierde und Lust, in Habsucht, in Lästerei, in Zorn.
Es kann für dich Vergangenheit werden
Dass es in der Vergangenheitsform geschrieben ist, gibt dir die große Hoffnung. Paulus sagt, es war für die Kolosser Vergangenheit, es war für die Epheser Vergangenheit, es war für die Korinther Vergangenheit – und das ist deine Hoffnung. Wenn diese Sklaverei der Unmoral für dich gerade Gegenwart ist, dann kann sie auch für dich Vergangenheit werden, genau wie bei den Kolossern.
Wenn du glaubst, dass Jesus Christus ausreicht, und wenn die Kraft Gottes übernimmt – die Kraft des Heiligen Geistes, die Jesus aus den Toten auferweckt hat –, dann ist das die große Hoffnung für dich. Es ist schon für so viele nur noch Vergangenheit. Viele haben Vergebung bekommen. Der Kampf, der heute noch in dir tobt, er kann wirklich besiegt werden.
Wenn du mit diesem Thema zu kämpfen hast, kannst du dir die komplette Predigt hier ansehen, hören oder nachlesen: »Kämpfe gegen dein verdrehtes sexuelles Verlangen!«