Die Bedeutung der Taufe
Taufe ist etwas ganz Besonderes. Es ist nicht unbedingt etwas Spektakuläres, aber dennoch eine Besonderheit.
In der inspirierten Kirchengeschichte, nämlich der Apostelgeschichte, wird uns über einige Taufen berichtet. Manche waren völlig unspektakulär. Sie haben bei Nacht stattgefunden, manche am Fluss. Aber was alle gemeinsam haben: Die Taufe ist ein Zeugnis dessen, was geschehen ist.
Wenn wir in der Kirchengeschichte weitergehen, stellen wir fest, dass es unterschiedliche Zeiten gab. In manchen Zeiten war die Taufe sehr geheim, weil Verfolgung herrschte. Und sobald man sich öffentlich zu Christus bekannt hatte, konnte man damit rechnen, ins Gefängnis geworfen zu werden oder sogar umgebracht und den wilden Tieren vorgeworfen zu werden. Wir sehen: Taufe hat Auswirkungen.
Warum taufen wir?
Nun, eigentlich ganz einfach: Wir taufen, weil Jesus es angeordnet hat. Und zwar in Matthäus 28, Vers 18 bis 19, sagt Jesus, kurz bevor er in den Himmel auffährt: »Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. So geht nun hin, macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.«
Jesus hat die Taufe angeordnet für alle, die Jünger Jesu sind, alle, die Nachfolger Jesu sind. Und er macht deutlich, dass er will, dass sie getauft werden, und zwar in Verbindung gebracht mit dem dreieinigen Gott – dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Warum? Weil der dreieinige Gott derjenige ist, der errettet. Er hat das Erlösungswerk vollbracht. Er hat sichergestellt, dass wir Vergebung unserer Schuld erfahren.
Und Jesus selbst hat nicht nur die Taufe angeordnet, sondern ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Zu Beginn seines Dienstes lässt er sich von Johannes dem Täufer taufen.
Was bedeutet die Taufe?
Paulus erinnert uns in Römer Kapitel 6, Vers 3 und 4: So wie die Täuflinge ins Wasser hineingetaucht werden und dann wieder aufstehen, symbolisiert das etwas. Paulus sagt: »Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.«
Die Taufe ist nichts anderes als ein Symbol. Die Täuflinge symbolisieren, dass sie mit Christus gestorben sind. Sie drücken aus: Sein Tod war mein Tod, sein Begräbnis war mein Begräbnis. Aber es geht weiter: Seine Auferstehung ist meine Auferstehung. Das heißt, weil sie sich mit Christus identifizieren, weil sie eins gemacht sind mit Christus, haben wir als Gläubige die Hoffnung: Wir sind gestorben, unsere Schuld ist getilgt, wir sind begraben, aber wir werden eines Tages auferstehen, so wie Christus auferstanden ist.
Und das ist eine unglaubliche Freude. Deswegen konnten diejenigen, die gerettet wurden, es kaum aushalten, getauft zu werden. Der Kämmerer, der auf dem Weg nach Äthiopien war, hört das Evangelium, wird gläubig und kann es kaum abwarten. Er sagt zu Philippus: »Da ist Wasser – was hindert mich, getauft zu werden?« Und Philippus sagt: »Glaubst du, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der für dich gestorben ist, der deine Schuld getragen hat?« Der Kämmerer bekräftigt es und wird an Ort und Stelle getauft. Und das sehen wir überall: Die Geretteten können es kaum abwarten, kundzutun, dass sie mit Christus vereint sind.
Es wird symbolisiert, dass zwei zusammengehören – nämlich Christus und ich. Ich identifiziere mich mit Christus.
Die Taufe als öffentliches Bekenntnis
In Apostelgeschichte 2,41 heißt es – und das war sicherlich eine etwas spektakulärere Taufe als jene bei Nacht beim Kerkermeister in Philippi oder jene des Philippus: »Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen« – das bringt zum Ausdruck, sie sind gläubig geworden, sie praktizieren Glaubensgehorsam, sie haben gehört und sie wollen das Wort Gottes –, »die ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan.«
Das war eine spektakuläre Taufe. Stellt euch vor: 3000 Personen, die alle auf einmal oder nacheinander getauft wurden. Das war spektakulär in Jerusalem – ganz Jerusalem wusste, was da vor sich geht.
Und wer wird getauft? Diejenigen, die gerettet sind, lassen sich taufen und werden dann der Gemeinde hinzugefügt. Und dann heißt es: »Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.«
Sie kommen zum Glauben, sie lassen sich taufen. Nun, die Taufe ist nicht die Voraussetzung, gerettet zu werden – nein, sondern die Taufe symbolisiert nur: Ich bin gerettet worden. Alle Täuflinge kommunizieren und sagen, »das ist bereits in der unsichtbaren Welt, in meinem Herzen, in der geistlichen Realität geschehen – ich bin gerettet.«
Und dann heißt es, sie wurden hinzugetan. Das heißt: So wie jeder Gläubige der Universalgemeinde hinzugetan wird, wird durch die physische, sichtbare Taufe der Gläubige der sichtbaren, physischen Ortsgemeinde hinzugefügt. Und immer gilt wie auch in der Apostelgeschichte: Der Kämmerer zog seines Weges mit Freude.
Taufe bringt Freude mit sich – weil wir sehen: Der Herr rettet.
Wenn du mehr über die Taufe erfahren willst und was die Bibel zur Taufe sagt, dann findest du hier eine komplette Predigt dazu. Die Predigt »Die Reihenfolge und die Bedeutung der Taufe« kannst zu dir als Video ansehen, nachhören (Podcast) und auch lesen.