Wir wollen uns fünf Verheißungen die Gott gegeben hat anschauen, damit wir sie kennen, damit wir auf sie schauen können und damit wir dadurch ermutigt werden.
1. Gottes Verheißung der unerschütterlichen Liebe Christi
Gibt es in deinem Leben manchmal Momente, wo du als wiedergeborenes Kind Gottes zweifelst, dass Christus dich liebt? Gibt es vielleicht Momente, in denen du dich nicht würdig genug fühlst, den Namen Christ zu tragen? Momente, in denen du versagst und denkst, diese Liebe habe ich nicht verdient?
An dem letzten Abend vor der Kreuzigung hat Jesus mit seinen Jüngern noch einmal ziemlich viel Zeit verbracht und er hat ihnen mehrfach deutlich gemacht, wie sehr er sie liebt – und das, obwohl sie darüber stritten, wer der Größte unter ihnen sei. Er sagt in Johannes 13,1: „Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.“
Obwohl seine Jünger nicht vollkommen waren, liebte er sie bis ans Ende. Wenn auch du nicht vollkommen bist: Wenn du ein Kind Gottes bist, dann liebt Christus dich. Deine guten oder auch deine schlechten Werke können die Liebe von Christus zu dir weder größer noch kleiner machen. Römer 8 sichert uns zu: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf vermag uns zu scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
2. Gottes Verheißung der Vergebung
Wenn wir als Menschen gegen andere Menschen und vor allem gegen Gott sündigen, fordert uns die Schrift sehr klar dazu auf, dass wir um Vergebung bitten sollen. Wir sind dafür verantwortlich, diesen Schritt zu gehen und Buße zu tun. Und wenn wir es getan haben, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns vergibt.
Unser Denken und unser Verstand muss daran erinnert werden, was Gott durch den Propheten Jesaja sagt, Jesaja 43,25: „Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken.“
Micha 7,18–19 sagt: „Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht alle Zeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen.“
Gott will Sünde vergeben, wenn du sie bekennst, und er vergibt gerne. Diese Verheißung, diese Zusage dürfen wir haben.
3. Gottes Verheißung der Versorgung
Vielleicht hattest du hier oder da einen Engpass. Ein Gerät ist zu Hause kaputt gegangen. Das Auto muss in die Werkstatt. Eine Renovierung macht dir zu schaffen, weil die Rechnung deutlich teurer ist als erwartet. Du machst dir über die steigenden Preise oder über das aktuelle Weltgeschehen Sorgen. Doch hier dürfen wir die Verheißung als seine Kinder haben, dass Gott uns versorgt.
Jesus ruft seinen Zuhörern in der Bergpredigt zu, Matthäus 6,25–27: „Darum sage ich euch, sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an. Sie säen nicht und ernten nicht. Sie sammeln auch nicht in die Scheunen. Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“
Gott hat ein Auge auf seine Kinder und Gott sorgt für sie. Gott schenkt uns alles, was wir zum Leben in der Gottesfurcht benötigen. Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns versorgt.
4. Gottes Verheißung der Veredlung
Gott verheißt uns, dass unser Glaube durch Anfechtung bewährt wird. 1. Petrus 1,6–7 sagt: „Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer als das vergängliche Gold, das durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zufolge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“
Gott gebraucht Anfechtungen in unserem Leben, damit unser Glaube geprüft wird. Gewisse Momente im Leben, die herausfordernd sind, benutzt Gott dazu, damit wir seinem Ebenbild ähnlicher werden. Und wenn wir uns durch seine Gnade darin bewähren, wird unser Glaube veredelt und damit wertvoller und kostbarer. Du musst nicht einfach verzweifeln, wenn dein Glaube gerade geprüft wird – sondern du darfst durch die Verheißung Gott vertrauen.
5. Gottes Verheißung einer ewigen Heimat bei Gott
In all dem Leid und Desaster, egal wie groß oder wie klein das um uns herum ist – wir haben eine Hoffnung als Gläubige. Dieses Leben auf der Erde hat ein Ende. Der Kampf mit der Sünde und mit Leid besteht nicht für alle Ewigkeit. Es wird einen Moment geben, an dem alles aufhören wird, wenn wir in der Gegenwart Christi leben werden.
Petrus sagt zu den verfolgten Gläubigen, 1. Petrus 1,3–5: „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns.“
Dieses Erbe, diese Hoffnung kann uns keiner nehmen. In der Ewigkeit wird es keine Tränen geben, kein Leid, keinen Tod, keine Schmerzen, keinen Krieg, keinen Hunger, keine Verfolgung. Wir dürfen diese Verheißung erwarten, die mit hundertprozentiger Sicherheit eintreffen wird für all diejenigen, die Christus im Glauben angenommen haben.
Die komplette Predigt aus von Erik Braun kannst du dir hier ansehen, hören oder lesen: »Richte deinen Blick auf Gottes Verheißungen«