11. Januar 2026
Ein guter Bekannter von mir ist Unfallschirurg. Er erzählte einmal, wie ein Patient mit Bauchschmerzen in seine Notaufnahme kam. Er war gerade vorne im Patientenraum, sah ihn – er war kreidebleich, weiß wie die Wand. Der Mann, ein Hausmeister, Mitte 50, voll im Leben, voll im Job.
Beim ersten Check wurde der Arzt aufmerksam auf eine massive Vergrößerung der Niere und, ich glaube, es war die Milz. Er merkte, irgendetwas stimmt bei dem Patienten überhaupt nicht, aber der meinte, er habe nur Bauchschmerzen. Als er dann fragte, ob er sich den Rest des Körpers auch einmal ansehen könnte und dann den Ärmel hochkrempelte, sah er einen kleinen Teil eines Verbands zum Vorschein kommen. Und aus diesem Verband fiel plötzlich ein Zollstock.
Also ließ er die Krankenschwestern den Verband abmachen. Er verließ kurz den Raum, um zu dokumentieren, und er war noch nicht ganz raus, da hört er diese zwei Krankenschwestern schreien. Er zurück in den Raum – und sieht, dass der komplette Oberarm offen ist. Der Knochen ist sichtbar und gebrochen.
Der Mann hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts dazu gesagt, und es kommt raus, dass dieser Mann 16 Jahre vorher eine kleine Wunde am Oberarm hatte und aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Arzt gegangen war, sondern versucht hatte, diese kleine Wunde selbst zu behandeln. Zwei Tage vor seinem Besuch im Krankenhaus war der Knochen gebrochen. Er versteckte das aber immer unter einem Verband, diese komplett offene Wunde. Es war komplett offen und er redete mit niemandem darüber. Er arbeitete weiter als Hausmeister, ganz normal. Und um die Schmerzen irgendwie loszuwerden, nahm er über 16 Schmerztabletten, meine ich, ungefähr am Tag.
Wir hören das und fragen uns: Wie geht sowas? Ja, das ist nicht alltäglich, aber es ist eine sehr gute Illustration für unser heutiges Thema und für Sünde. Alles fing mit einer kleinen Wunde an, aber anstatt diese kleine Wunde diagnostizieren und behandeln zu lassen und die richtige Therapie zu nutzen, versteckte er sie 16 Jahre lang. Und schlussendlich verlor dieser Mann seinen Arm.
Es ist ein sehr harter Fall, aber ich denke, dass diese Illustration für unser heutiges Thema sehr wichtig ist, denn wir werden uns heute über eine Sünde unterhalten, die Jerry Bridges »respektable Sünden« nennt.
Bridges sagt, wir sind oft blind für die subtileren Sünden, die wir in unserem eigenen Leben tolerieren – jene, die er als »respektable Sünden« bezeichnet. Genau das ist das Problem, das Bridges identifiziert: Wir sind stark darin, offensichtlichere Sünden zu bekämpfen, aber wir sind blind für die subtilen Sünden. Es sind im Bilde gesprochen diese kleinen Wunden am Arm, die so harmlos wirken, aber sie haben eine massive Auswirkung auf uns, auf unsere Umgebung und auf unsere Beziehung zu Gott. Und langsam, aber sicher, werden sie größer und größer und infizieren alles.
In der Notfallrettung gibt es für solche Dinge sogenannte Schemata. Da hat man so A-B-C-D-Schemata, das sind Akronyme, die man benutzt, um, wenn ein Unfall da ist oder man eine größere Lage hat, damit man weiß: Ich arbeite diese Schemata ab. Und auch wenn absolutes Chaos ist oder wenn alles friedlich wirkt, arbeitet man mit den richtigen Dingen diese Dinge ab.
Wir werden uns heute gemeinsam den Bibeltext aus Kolosser 3, die Verse 8b–9 anschauen und mit solch einem Schema durchgehen. Denn es soll uns helfen, in unserem eigenen Leben anhand des biblischen Textes Leben zu durchleuchten – oder wie der Psalmist es ausdrückt: »Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne, wie ich es meine, und sieh, ob ich auf bösem Weg bin und leite mich auf ewigem Weg.« Es soll uns helfen, lästern, lügen, labern – also, die Bibel sagt, schändliches Reden – zu definieren, zu erkennen und dagegen anzugehen, und zwar mit der Hoffnung des Evangeliums.
Ich bitte euch, schlagt bitte eure Bibeln auf. Wir wollen aus Gottes heiligem Wort lesen, und wir werden aber einen längeren Abschnitt lesen, weil das Ganze steht natürlich in dem Kontext. Paulus hat nicht nur einen Vers gesagt, und wir werden deshalb den kompletten Kontext um die Verse, um den Vers 8, lesen. Dieser Kontext bildet eine lebensnotwendige Klammer – wenn ihr gleich gut zuhört bei dem Bibeltext – für diese deutlichen, aber sehr harten Aufforderungen für unser Leben. Sie geben uns Hoffnung, sie geben uns Kraft und sie geben uns Ausrichtung, damit wir diese Befehle umsetzen können.
Stellt euch das vor wie wenn ihr im Hochsommer schön hier in Brandenburg, ja, wenn alles so trocken ist und die Sonne scheint von oben, und ihr werdet beauftragt, ein Loch zu graben. Diejenigen, die das mal gemacht haben, die wissen, wovon ich rede. Ja, es ist sehr, sehr hart. Die Sonne brennt am Mittag, du hast keinen Schatten, du hast kein Wasser, du hast nichts. Und dann kommt plötzlich jemand, er gibt dir kalte Getränke, er hält so einen großen Schirm über dich, er macht die Erde richtig nass, damit es locker wird. Und dann sagt er dir: »Übrigens, du kannst meinen Pool nutzen, wenn du zwischendurch reinspringen willst.« Und plötzlich erscheint diese Arbeit, die wir da machen, wieder machbar.
Und das ist nur ein kleines Bild von dem, was Gott in Wirklichkeit tut – ein schwaches Bild für die Hilfe, für die Kraft, die Gott in uns selbst wirkt, um gegen diese Sünden anzugehen. Also, wenn wir jetzt diesen ganzen Abschnitt lesen, achtet darauf, welche Kraft und Hilfen Gott um diese Befehle zeigt. Wir lesen Kolosser 3, die Verse 1 bis 17:
»Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
Ermahnung zu einem heiligen Wandel und zu gegenseitiger Liebe Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams; unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab — Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, [noch] Barbar, Skythe, Knecht, Freier — sondern alles und in allen Christus. So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar! Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.«
In dem Vers 8 ruft Paulus – Gott spricht durch Paulus, also Gott selbst – uns auf, jede Art des Zornes und der Bosheit abzulegen. Theo hat in der letzten Predigt zu 8a darüber gepredigt, wie wir wirklich frei von Zorn, Wut und Bosheit werden. Könnt das gerne nachhören. Der Gläubige, er ist wirklich frei von Zorn, Wut und Bosheit – ganz im Gegenteil zu dem Ungläubigen, der darin lebt und sich sogar daran erfreut.
Zorn ist das Ergebnis davon, dass wir etwas verlangen: Wir wollen etwas, was wir nicht bekommen, oder wir wollen etwas loswerden, was wir nicht loswerden können. Wut, der starke Ärger, der sich anstaut, der sich oft in Bitterkeit wurzelt. Und die Bosheit, die wünscht, dem anderen Böses zu tun. Alles drei sind Herzensangelegenheiten, die innen starten und dann nach außen übergehen. Es sind Sünden, die uns leicht umstricken.
Warum ist es wichtig, Zorn, Wut und Bosheit anzugehen? Weil diese Sünden oft unterschwellig in uns schwelen und bei bestimmten Ereignissen kommen sie dann ans Licht. Ich weiß nicht, wer von euch schon mal Feuer gemacht hat – bestimmt ein paar. Und dann hat man irgendwann die Kohlen da liegen, die sind oben so weiß, es sieht eigentlich kalt aus, aber dann kommt ein Windzug, und man sieht, wie sie rot glühend werden. Und genauso ist es mit Zorn, Wut und Bosheit. Es sind Sünden, die sich vielleicht ansammeln, aber dann kommen sie irgendwann zum Vorschein.
Wenn ihr jetzt in Kolosser 3, Vers 8 schaut, dann seht ihr, dass diese Liste aber noch länger ist. Und wenn die ersten Begriffe mehr die inneren Motivationen beschreiben, dann sind die nächsten drei Begriffe, die Paulus gebraucht, mehr die Sünden, die schon nach außen gehen. Kolosser 3, die Verse 8 bis 9:
»Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an.«
Die ESB übersetzt »hässliche Redensarten aus eurem Mund« als »schändliches Reden«. Und wie Jerry Bridges es beschreibt, das kann man dann sogenannte »respektable Sünden« nennen. Und die Frage ist: Warum kann man das so nennen? Nun, Mark Hallock schreibt dazu Folgendes:
Das heißt, es handelt sich um Sünden, die oft als geringfügig angesehen werden. Sünden, die nicht schwerwiegend genug sind, um sie auf gleiche Weise wie die sogenannten schwerwiegenden Sünden anzusprechen und zu behandeln. »Respektable Sünden« – in Anführungszeichen – sind Sünden, die wir innerhalb der Gemeinde normalerweise nicht wirklich ansprechen. Bewusst oder unbewusst lassen wir sie einfach durchgehen.
Es gibt die großen Sünden, mit denen wir als Christen natürlich schnell und ohne Umschweife umgehen. Das Problem ist, dass diese respektablen Sünden in den Augen Gottes und angesichts seiner Heiligkeit genauso böse sind. Dennoch fühlen wir uns aus irgendeinem Grund wohl damit. Sie stören uns nicht. Warum ist das so? Eine der Hauptgründe dafür ist, dass die meisten von uns sich dieser Sünde schuldig machen. Wir leben mit diesen Sünden und wir haben kein Problem damit – nicht wirklich. Wir sind gegenüber ihnen abgestumpft und vielleicht haben wir sogar angefangen, sie zu rechtfertigen.
Zwei dieser respektablen Sünden sind Verleumdung und Lästern, also Klatsch und Tratsch. Weil diese Sünden in unserer Kultur und unseren Gemeinden so weit verbreitet sind, sind wir uns ihrer Schwere nicht bewusst. Wir sind uns nicht bewusst, inwiefern sie eine Beleidigung Gottes darstellen.
»Sprüche Kapitel 6, Vers 12 bis 14 sagt: Ein Belialsmensch, also ein sehr böser Mensch, ein heilloser Mann ist, wer umhergeht mit Verkehrtheit des Mundes, wer mit seinen Augen zwinkert, mit seinen Füßen scharrt, mit seinen Fingern deutet. Verkehrtheiten sind in seinem Herzen. Er schmiedet Böses zu aller Zeit und streut Zwietracht aus.«
Dieser Abschnitt sagt uns, dass ein gottloser Mensch mit falscher Rede umhergeht, mit den Augen zwinkert, mit den Füßen Zeichen gibt, mit den Fingern zeigt, mit verkehrtem Herzen Böses plant und ständig Zwietracht sät. Das ist ein ziemlich treffendes Bild. Es ist ziemlich hart. Ständig Zwietracht, Spaltung und Verwirrung durch krumme Rede zu säen, ist ein perfektes Rezept, um Uneinigkeit in den Leib Christi zu bringen. Satan liebt das, manche Leute lieben das und manchmal sind diese Menschen auch du und ich – sehr passend, was er schreibt.
Wenn wir uns die Ernsthaftigkeit bewusst machen, mit der die Bibel über die Sünde des Lästerns redet, über die Sünde des schändlichen oder obszönen Redens und der Lüge, dann dürfen wir diese kleine Wunde am Arm nicht einfach lassen. Wir können sie nicht lassen und wir dürfen sie nicht lassen. Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie wir biblisch damit umgehen sollen und es ablegen.
Damit wir diese Sünde mit der Medizin des Evangeliums richtig behandeln und auch nachhaltig loswerden, möchte ich das Thema ganz strukturiert durchgehen. Wir werden uns anschauen, worum es sich überhaupt handelt, was der Kontext davon ist, wann und wie und wo es auftritt, wie das Ganze entsteht, was für Symptome und Ausprägungen es hat und wie man es feststellt, behandelt und wie man dann wirklich Hoffnung für die Zukunft hat.
Definition: Worum handelt es sich hier eigentlich, wenn über Lästern, schändliches Reden und Lügen gesprochen wird?
Wir werden heute in der Predigt nur zwei dieser Dinge angehen, nämlich lästern und lügen. Das obszöne Reden – da bin ich nächste Woche noch mal dran, da geht’s weiter. Könnt ihr euch schon freuen, da werden wir noch mal einen ganzen Teil zu machen.
Wenn ihr noch mal in den Bibeltext schaut, Kolosser 3, Vers 8, dann seht ihr, dass es eine Reihe von Worten ist. Paulus nennt hier Zorn, Wut, Bosheit – und dann als nächstes Lästerung. Wenn Zorn, Wut und Bosheit sich, ich sag mal, mehr im Inneren abspielen und es mehr im Inneren abläuft, dann ist die Lästerung schon das, was aus dem Inneren nach außen kommt.
Das, was Paulus hier beschreibt, wird in der Bibel für das sündige Verhalten in zwei Richtungen gebraucht. Einmal ist es das Lästern gegen Gott – das ist uns im Deutschen wohl bekannt das Wort, nämlich Blasphemie. Und auf der anderen Seite wird es aber auch für das Lästern gegen oder über andere Menschen gebraucht. Es ist die Sünde gegen andere Menschen. Paulus nutzt das in diesem Kontext in diese Richtung. Er beschreibt hier das Lästern über oder gegen andere Menschen. Es ist das Verteilen von Informationen über jemanden, um ihm zu schaden, selbst wenn sie wahr sind. Oft passiert es aber – und das ist meistens der Fall – auf Gerüchten, die verteilt werden. Es hat oft den Zweck, selbst besser dazustehen und die andere Person in einem schlechteren Licht stehen zu lassen, damit wir uns im Vergleich besser fühlen. Versteht ihr das? Wir wollen als Gerechter dastehen.
Es ist natürlich auch das Aufstellen von falschen Aussagen oder Darstellen über die andere Person, um den Ruf zu schädigen. Das beste Beispiel sind, glaube ich, die Nachrichten. Weiß nicht, wer von euch mal Nachrichten liest oder hört, aber da werden oft regelrechte Lästerkampagnen gegen Politiker und sonstige Personen geführt, um – wie man es heute sagt – sie zu diffamieren. Es werden Zitatfetzen oder Positionen zugeschrieben, die man isoliert rausgreift, um diese Person – das ist das ganze Ziel – in den Augen der Mehrheit schlecht und absolut niederwürdig dastehen zu lassen. Die Personen sind dann minderwertig, dumm, moralisch schlechter. Das ist vor allen Dingen in unserer Zeit eines der größten Ziele mit Lästerkampagnen. Man will Leute moralisch schlechter dastehen lassen, damit wir moralisch höher dastehen.
Lügen wiederum ist das Verzerren der Wahrheit. Vielmals entspricht Lügen nicht der Tatsache, sondern es ist das Gegenteil von Wahrheit selbst. Aber Lüge ist noch perfider, denn sie kommt meistens vermischt mit Wahrheit, mal mit viel Wahrheit, mal mit wenig Wahrheit. Der Teufel selbst, als er den Herrn Jesus versucht, er spricht auch teilweise Wahrheit aus. Er sagt: »Hat dein Vater nicht den Engeln befohlen, dich auf Händen zu tragen? Spring doch von diesem Gebäude runter.« Oder er sagt beim Sündenfall: »Hat Gott wirklich gesagt?« Und ihr seht, es ist die Vermischung von Wahrheit und von Lüge. Lüge, vermischt mit viel oder wenig Wahrem – es macht es manchmal echt schwer, es zu identifizieren.
Lästern und Lügen haben sogar eine Schnittmenge, denn oftmals ist Lästern mit Lügen verbunden, weil nur Teile von Wahrheit weitergegeben werden und bewusst aus dem Kontext gerissen werden, damit der anderen Person geschadet wird. Lügen hat vielfach mit dem zu tun, was gesagt wird, aber es trifft auch darauf zu, wenn Dinge weggelassen werden. Ich sage nur Teile von etwas. Grundsätzlich ist es eigentlich einfach: Lüge ist das Gegenteil von Wahrheit.
Beides, lästern und lügen, kann im Herzen passieren. Es hat seinen Ausdruck aber sehr oft dadurch, dass es mit dem Mund geredet wird. Die Bibel beschreibt es deshalb auch immer wieder als die Sünde, die mit der Zunge begangen wird. Lästern und Lügen – es sind beides Sünden, die nicht die Wahrheit sagen und die gegen andere Menschen, natürlich auch gegen Gott, aber wir konzentrieren uns heute darauf, ausgeführt werden. Beides hat oft, aber nicht immer, den Zweck, besser dazustehen, und es ist darauf ausgerichtet. Es ist die Umkehrung des biblischen Prinzips von »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«. Wenn wir also über diese beiden Sünden nachdenken, dann sollten wir diese kurzen Definitionen in unserem Kopf haben.
Was ist der Hintergrund und Kontext von diesen beiden Befehlen, nicht zu lügen und nicht zu lästern, im Kolosserbrief?
Wenn ihr noch einmal in Kolosser 3, Vers 8 reinschaut und ein paar Verse vorher lest, dann hatte Paulus die Leser und uns schon daran erinnert, dass wir mit Christus auferweckt worden sind und dass wir suchen sollen, was droben ist. Seine ganze Ausrichtung in diesem Brief findet sich in Kapitel 3, Verse 1 bis 4 wieder. Er will, dass die Christen sich nicht dem Weltlauf anpassen, sondern dass sie durch die Erkenntnis Gottes verwandelt werden in das Bild von Jesus Christus.
Noch mal zur Erinnerung: Paulus schrieb an die Gläubigen in der Gemeinde in Koloss, weil diese in der Gefahr standen, den Philosophien der Welt auf den Leim zu gehen. Sie standen in Gefahr zu sagen: »Jesus reicht gar nicht aus. Wir brauchen noch was extra. Jesus reicht nicht für alle Belange des Lebens aus.« Wie so eine Fliege, die plötzlich an dem klebrigen Leimstreifen hängen bleibt. Genauso standen sie in der Gefahr, dieser Philosophie auf den Leim zu gehen.
Paulus wusste das, und er wusste, wenn sie dem auf den Leim gehen, dass sie sagen: »Jesus reicht nicht mehr aus«, dann hatte das große Auswirkungen. Denn dann würden sie nicht mehr Jesus Christus widerspiegeln. Und warum? Weil die ganze Besonderheit und das Geheimnis, das Paulus aus dem Evangelium hier aufdeckt, das war und ist, dass Christus in ihnen wohnt. Und das ist diese überragende und unglaubliche Botschaft.
Denn für die Juden war bis zu diesem Zeitpunkt Gott nur in der Ferne, im Tempel, getrennt durch den Vorhang, aber niemals direkt erreichbar. Für die Heiden war es eine Torheit, denn sie hatten ebenfalls einen massiv verschobenen Götterglauben: Entweder waren die Götter weit weg oder sie selbst waren Gott. Aber dass man als sündiger Mensch allein durch den Glauben an den Messias, den Retter der Welt, Jesus Christus, nicht nur gerettet wird, sondern dass Christus auch in einem wohnen würde – das war eine Botschaft, die einmalig war. Und das ist eine Botschaft, die einmalig ist. Das ist das Evangelium.
Aber die Christen konnten der Philosophie der Welt auf den Leim gehen. Zurück zu dem fernen Gott, ein Versuch der Selbstveränderung. Das würde unweigerlich dazu führen, dass ihre Heiligkeit zum Stocken geraten würde und damit die Christusähnlichkeit zum Stocken geraten oder sogar ins Gegenteil verkehrt würde.
Ich habe mal einen Bundespolizisten kennengelernt, lieber Mann, aber bevor er Christ wurde, hat er im Dienst Heroin genommen, sich auf Toilette die Spritze in den Arm gejagt. Nicht einmal – immer und immer wieder. Selbst Ungläubige würden sagen: Das verlässt ja den ganzen Polizeiberuf, er muss als Polizist doch für das Gute stehen. Und genauso endet jemand, der nicht mehr an Christus festhält und glaubt, dass Jesus nicht ausreicht, denn er bildet gar nicht mehr Christus ab.
Und das würde auch darin enden, dass Sünde eben nicht getötet, dass sie nicht abgelegt würde, und dann fehlt die wirksame Kraft des Christus. Und aus diesem Grund ruft er sie nach der Erinnerung an das Evangelium dazu auf, aus dieser Kraft heraus, aus der Kraft des Christus, der in ihnen wohnt, die Sünde abzulegen, den alten Menschen auszuziehen. Welchen alten Menschen? Kolosser 3, Vers 10. Schaut nach. Er sagt:
»Den alten ablegen und dann – und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.«
Und gerade jetzt ruft er sie auf, diese vor allem nach außen gerichtete Sünde wie Lästern, böse Worte und Lügen radikal abzulegen. Er warnte sie ja zuvor, dass wegen der Sünde der Zorn Gottes über die Ungläubigen kommen würde. Ja, wegen ein wenig Lästern wird der Zorn Gottes über die Ungläubigen kommen.
Noch mal kurz das Zitat, was wir uns vorher angeschaut haben: Wir sind uns der Schwere dieser Sünde wie Lästern nicht bewusst. Wir sind uns nicht bewusst, inwiefern sie eine Beleidigung Gottes selbst darstellt.
»In Sprüche 18, Vers 7 heißt es: Der Mund des Toren wird ihm zum Untergang und seine Lippen sind der Fallstrick seiner Seele.«
Untergang, Fallstrick – diese Worte haben Gewicht. Sie sollen uns Angst einflößen, zu denken, dass unsere Herzen gegenüber der Schwere von Verleumdung und Lästern abstumpfen könnten. Dass Verleumdung und Lästern für uns und unsere Mitmenschen so akzeptabel werden könnten, dass wir ihnen gegenüber praktisch gefühllos werden. Das ist ein beängstigender Gedanke – wie gefährlich für unsere Seelen.
Lass dich nicht von der Welt abbringen, die dir sagen will, dass Jesus nicht ausreicht und auch, dass diese Sünden nicht so schwer sind. Das ist der Hintergrund dieser Befehle. Das ist der direkte Kontext, den Paulus gibt, indem er diese Befehle zum Ablegen von Lästern und Lügen und obszönen Worten gibt.
Ja, wenn du ein Christ bist, wenn du glaubst, dass Jesus als dein Retter und Herr für alles ausreicht, weißt du was? Dann wohnt Christus in dir. Dann wohnt Christus in dir und er ist alles, was du benötigst. Dann heißt das aber auch, dass du lästern und lügen ablegen kannst und musst, und dass, wenn du lästerst und lügst, es eine direkte Beleidigung von Christus ist. Denn Jesus Christus, er ist der Weg und die Wahrheit.
Wir haben uns jetzt die Definition der Worte angesehen und warum Paulus darüber schreibt, also den Hintergrund. Und wir werden uns jetzt die Ursache – das ist Punkt 3 – die Ursache für Lästern und Lügen anschauen. Wo kommt es her? Wie tritt es auf und wie entsteht das Ganze eigentlich?
Schaut noch mal in die Verse 8 bis 9 rein, Kolosser 3, die Verse 8 bis 9. Hier gibt es nämlich schon einen ersten Hinweis darauf, wo Lügen und Lästern herkommen. Er schreibt nämlich, dass sie das ablegen sollen. Und dann schaut man in Vers 9, da sagt er, dass sie den alten Menschen ablegen sollen. Seht ihr das? Sie sollen den alten Menschen ablegen. Und das ist ein erster Hinweis auf die Ursache.
Was ist das alte Selbst? Es ist das unerneuerte Selbst, die frühere Art der Existenz in Adam. John MacArthur schreibt dazu für den Christen – Römer 6, Vers 6:
»Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch – hier sprechen die Christen – mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass er der Sünde nicht mehr diene.«
Und dann in Epheser 4, die Verse 17 bis 18, das beschreibt diesen alten Menschen, sagt Paulus:
»Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens.«
Das, ihr Lieben, ist der alte Mensch. Die Ursache liegt also – noch mal unterstrichen – die Ursache liegt nicht in den äußerlichen Einflüssen. Es liegt nicht an den Schwierigkeiten der Situation. Es liegt nicht an dem Umgang der anderen mit dir, sondern es liegt darin, dass durch den Sündenfall die Sünde in diese Welt kam und jeder Mensch zutiefst und durchdrungen mit Sünde infiziert wurde.
Seitdem ist Lügen und Lästern fester Bestandteil der Menschheit. Es ist sogar ein Indikator dafür, dass Sünde überhaupt existiert, denn es ist ein millionenfacher Suchmord an Mitmenschen. Und wisst ihr was es ist? Es ist das Imitieren von Satan selbst, der der Vater der Lüge ist. Lästern und lügen – wer lästert und lügt, hat sich ein Teufelskostüm angezogen, denn er imitiert den Teufel selbst.
Glaubt ihr mir nicht? Der Johannes, der Johannes-Schreiber, Johannes im Johannesevangelium schreibt in Kapitel 8 ab Vers 44 Folgendes – und er redet dort zu den Pharisäern:
»Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.«
Und da haben wir diesen Riesen-Kontrast: Jesus als die Wahrheit und Satan als der Vater der Lüge. Diese biblische Beurteilung dieser Sünde stellt uns die hässliche Fratze dieser Sünde vor Augen.
Und wisst ihr was? Aus diesem Grund brauchen wir ja die Offenbarung Gottes, aus diesem Grund brauchen wir die Schrift, denn sie zeigt uns die Dinge, wie sie wirklich sind.
Kennt ihr gedeckten Apfelkuchen? Wir haben die Woche gedeckten Apfelkuchen gehabt. Ich liebe gedeckten Apfelkuchen. Es ist so lecker, saftig innen drin. Und wisst ihr, was oben drauf ist beim gedeckten Apfelkuchen? Da ist doch diese Zuckerglasur drauf. Oh, sieht so lecker aus und schmeckt so gut. Aber wisst ihr was? Lügen und lästern sind so oft respektierte Sünden, weil wir diese Zuckerglasur oben drauf gemacht haben. Ah, sieht so gut aus. Aber in Wirklichkeit ist nur Hässlichkeit darunter. Deswegen brauchen wir die Schrift, die uns die Wahrheit vor Augen stellt.
Also, es kommt durch den Sündenfall. Aber wisst ihr was? Wir können es noch viel genauer definieren, wo es herkommt. Matthäus 15, Vers 19: »Denn aus dem Herzen kommen – noch mal, denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse und Lästerung.« Nein, die Sünde des Lästerns und Lügens sind keine Missverständnisse. Auch kommen sie nicht, weil andere mich dazu gebracht haben. Lästern und Lügen kommen aus deinem Herzen.
Lukas 6,45:»Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor. Der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.« Seht ihr das? Das steht in der Bibel: Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.
Kennt ihr Leute, die gerne grillen? Wisst ihr, wenn man bei denen anfängt, über irgendwas mit Grillen oder Fleisch zu reden, dann sprudeln sie nur so über von dem Fleisch, wie man es brät, wie sie das zuletzt gemacht haben, wie lange es braucht, bis es wirklich zart ist. Und sie malen einem das so bildlich vor Augen, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.
Und so ist es, wenn du lästerst und lügst. Wovon dein Herz voll ist, davon redet der Mund. Es kommt einfach raus.
Wir haben uns jetzt schon etwas vorgearbeitet. Wir wissen, es ist aufgrund des Sündenfalls. Wir wissen, dass – wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Und ja, es ist ein guter Indikator für den Zustand unseres Herzens. Es ist wie die vergrößernden Organe bei diesem Patienten in der Notaufnahme. Das war gar nicht das wirkliche Problem, versteht ihr? Der Unfallschirurg dachte die ganze Zeit schon, er muss irgendwas anderes haben – das kann nicht das Problem sein. Was ist die eigentliche Ursache? Wo kommt es her?
Und so auch bei diesen Sünden. Und wisst ihr was? Jakobus, und ich liebe den Jakobusbrief, weil er ist geschrieben wie ein Bilderbuch. Jakobus schreibt und du siehst die Bilder förmlich vor dir. Er öffnet uns sozusagen die Herzensklappen und zeigt uns, was da drin wirklich los ist. Nach außen ist es das Lästern und Lügen, aber er zeigt uns eine super Fallstudie dazu, wie wir diese Sünden erkennen, wie wir sie besser verstehen und wie wir sie ablegen können.
Und ich bitte euch jetzt, Jakobus Kapitel 4 aufzuschlagen. Jakobusbrief ist auch nicht lang. Wenn ihr wollt, könnt ihr den zu Hause gerne ein paar Mal durchlesen – es ist wirklich sehr gut zu lesen, weil es einfach ist, fast wie, ihr kennt das vielleicht, wenn ihr eine Kinderbibel lest und die Bilder so gut erklären. So ist Jakobus, nur ohne die gemalten Bilder.
Jakobus 4, Verse 1 bis 3:
»Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt nicht. Ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen. Ihr streitet und kämpft, doch habt ihr es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.«
Jakobus redet hier über Kämpfe, über Streitigkeiten. Eigentlich redet er über Krieg. Er redet über Krieg in unseren Herzen und dann redet er über die Auswirkungen. Die Auswirkungen sind Zorn, Wut, Bitterkeit, Bosheit, Lästern, Lügen. Das alles hängt zusammen. Und Jakobus nennt es die Sünde der Zunge.
John MacArthur schreibt dazu Folgendes: Er, Jakobus, hat die Zunge als Symbol für die Verdorbenheit und das Elend der Menschen gesehen. Damit hat er die biblische Wahrheit wiederholt, dass der Mund ein wichtiger Punkt und ein deutlicher Hinweis auf die Sündhaftigkeit und das sündige Herz des Menschen ist.
Und was schreibt Jakobus da? Woher kommt das alles? Schaut mal in Vers 1. Er sagt, und er macht eine kurze Gliederung: gesagt, es sind Lüste, Begehrlichkeiten, Neid, der Versuch, Wünsche zu erfüllen, und Bosheit und böse Absichten. Und jetzt denkt noch mal an die Definition von Lästern und Lügen nach, wo es herkommt. Das Problem ist, in unseren Herzen laufen Kriege ab. Und das Problem ist, dass wir oft nicht wahrhaben wollen, dass in Wirklichkeit, in Realität das Ego, das eigene Ich im Mittelpunkt steht. Versteht ihr das? Wir stellen uns in die Mitte der ganzen Sache, statt zur Erkenntnis zu kommen, dass dein Lästern aus deinem Herzen kommt und der Krieg stattfindet in deinem Herzen und der das auslöst, beruhigst du dich selbst damit, dass du sagst: »Ich habe mir das verdient. Das haben die alle nur falsch verstanden. Ich habe das Recht, damit ich an das Ziel komme«, und wir beruhigen uns: »So schlimm ist es nicht.«
Stattdessen – du musst, wann immer du redest, das im Blick haben. Lege dein Wort, lege deine Worte auf die Goldwaage.
Matthäus 12,36:»Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.« Können wir denken, der Herr nimmt es nicht ernst? Es ist sehr spannend, was hier steht. Der sagt nicht, was sie allgemein geredet haben – seht ihr, wie er sagt, über jedes unnütze Wort.
Aber wisst ihr was? Ist das nicht eine gute Motivation, über unser Reden nachzudenken? Frag dich: Sage ich die Sachen gerade, weil ich meine inneren Lüste, die Begehrlichkeiten, die ich habe, den Neid oder die Erfüllung von Wünschen oder die bösen Absichten – rede ich deswegen? Will ich damit irgendwie ans Ziel kommen? Ist das meine Motivation?
Wir haben uns jetzt die Definition der Sünden angesehen. Wir haben uns den Hintergrund, den Kontext von Lästern und Lügen angesehen und warum Paulus darüber schreibt. Und jetzt haben wir uns die Ursache angeschaut – wo kommt’s her, wie kommt das Ganze hervor? Und jetzt schauen wir uns die Symptome an. Die sind ja schon angeklungen. In der Medizin spricht man oft vom klinischen Bild, also die Symptome und Ausprägungen einer Krankheit. Es ist keine Krankheit hier, es ist Sünde.
Auch bei den Symptomen und den Auswirkungen hilft uns Jakobus weiter. Und jetzt wird’s ernst. Wie bei der kleinen Wunde denken wir so oft, dass es nur eine Kleinigkeit ist, ist nur ein Missverständnis. Aber das Problem ist, dass wir oft schon sehr abgestumpft gegenüber diesen Sünden sind und dass wir lieber daran festhalten und uns eine Menge Ausreden aussuchen, als dass wir aufhören, umkehren, Buße tun und den Herrn ehren und Vergebung dafür empfangen.
Jakobus, Kapitel 3 – geht im Jakobusbrief ein Kapitel zurück, schaut noch mal rein – und wir werden jetzt wieder einen größeren Abschnitt aus dem Jakobusbrief lesen. Und ich bitte euch, ja, ich habe euch schon nicht vorgewarnt, aber Lust darauf gemacht. Hört gut zu, wie bildlich Jakobus spricht. Es ist sehr hilfreich.
»Denn wir alle verfehlen uns vielfach. Wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, ist er ein vollkommener Mann, fähig auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. Siehe, den Pferden legt man die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben, sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermanns will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer – welch großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern, sie befleckt den ganzen Leib, sie steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel und Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur. Die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel, voll tödlichen Giftes. Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. Aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, Brüder. Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor? Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine Quelle nicht salziges und süßes Wasser geben.«
Deswegen liebe ich den Jakobusbrief. Man kann nicht sagen, dass man ihn missverstanden hat. In diesem Text haben wir eine Menge guter Illustrationen, aber auch eine Deutlichkeit, die uns die Symptome und die Auswirkung von Lästern und Lügen und der Zunge aufzeigen.
Schaut mal in Vers 3: Da gebraucht er die Bilder. In Vers 3 hat er einmal die Pferde und das Zaumzeug, dann hat er die Schiffe und das Steuerruder, und dann spricht er von Feuer und von Gift. Und jedes dieser Beispiele zeigt, dass etwas ganz, ganz klein erscheint, aber es hat massive Auswirkungen.
Ich bin früher selbst geritten, und es ist wirklich erstaunlich, wenn man vor so einem Pferd steht – oh, das hat so mächtige Muskeln. Ja, wenn ihr das mal berührt, das ist unglaublich. Es hat die Kraft, dich zu Tode zu trampeln, wenn du unter die Hufen gerätst oder es nach hinten austritt. Aber wenn du drauf sitzt, wisst ihr was? Du hast die Zügel in der Hand, so ein dünnes Ding. Und ganz leicht ziehst du da dran – und was macht das Pferd? Kopf nach rechts und es läuft nach rechts.
Bei den Schiffen genauso: Das Steuerruder ist so winzig, so winzig, und trotzdem lenkt es einen Koloss. Und so ist es mit Lästern und Lügen. Du meinst vielleicht, ach, ist nur eine Kleinigkeit, das ist nur so ein Ticktack, aber es hat massive Auswirkungen.
Und das heftigste Bild, das Jakobus hier gebraucht, ist das des Feuers. Es reicht ein Streichholz, um Menschen und Häuser zu zerstören. Und überlegt euch mal: Jakobus, er schreibt darüber, weil er es kennt. Und in dieser Zeit gab es was nicht? Es gab keine Feuerwehr, keine Löschflugzeuge. Wenn der Wald brannte, dann brannte der Wald, bis der Wald nicht mehr brannte. Da war nichts mehr übrig. Das kleine Feuer, vielleicht ausgelöst von jemand, der ein kleines Lagerfeuer machen wollte, um sich was zu essen warm zu machen – es vernichtete Existenzen. Es war eine unkontrollierbare Zerstörung, und der bleibende Schaden und das Ausmaß war da.
Und vielleicht redest du trotzdem immer noch schlecht über andere. Ja, es mag sein, dass dein Reden anwaltlich geprüft ist. Was meine ich damit? Du redest so glatt wie ein Aal, und währenddessen versetzt du so ganz feine Messerstiche den anderen Leuten. Aber es ist nicht nachweisbar, dass du es warst. Ich weiß nicht, ob ihr das von euch kennt. Jemand schickte mir jetzt einen Beitrag, der hieß: »The bullet never lies« – also, die Kugel lügt nie. Und es war ein spannender Artikel, weil er macht einen Vergleich und sagt: Wenn jemand einen Schuss abgibt und man kann den Einschlag irgendwo sehen, dann kann man immer zurückverfolgen, wo der Schuss herkommt. Die Kugel lügt nicht.
Und wisst ihr was? Sie lügt auch dann nicht, wenn du einen Schalldämpfer nutzt.
Das Problem: Das Feuer, das du durch Lästern, durch schlechte Reden, durch Lügen anzündest, mag dir klein und vielleicht sogar präzise erscheinen – »Oh, ich habe hier so einen kleinen Punkt, den muss ich irgendwie korrigieren, hinkriegen« – aber es ist verletzend und tödlich. Wenn du mit jemandem geredet hast, und du hast ihn mit deinen feinen Messerstichen so verletzt, dass er weinend weggeht auf Toilette – passiert öfters unter Jugendlichen –, dann hast du ein Brand angezündet.
»Aber es war doch wahr, was ich gesagt habe.« Ja, aber du hast die Wunde aufgerissen, hast das Gift reingehauen und dann hast du mit deinen Worten einen unfassbaren Schaden angerichtet – vielleicht sogar einen Schaden, dass, wenn er zugenäht wird, die Narbe übrig bleibt.
Schaut mal in Jakobus 3, Vers 6, wir sind ja immer noch im Kapitel 3, Vers 6: »Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern.« Und jetzt hört gut zu, welchen Ausmaß Jakobus hier beschreibt: »Sie befleckt den ganzen Leib, sie steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt.« Er sagt dir, dass dein Feuer um sich greifen wird. Es wird nicht nur die anderen verbrennen, es wird dich mit treffen und den ganzen Umkreis.
Wie mit dem Nachtclub in der Schweiz: Wie groß war die Stichflamme, mit der das Feuer angefangen hat? So ein kleiner Funke, so ein kleiner Funke an die Schallschutzstyropordämmung der Decke. Wie viele sind schwer verbrannt im UKB in Berlin aus der Schweiz hingeflogen worden? Wie viele schwer verbrannt in der Schweiz? Nur so ein kleiner Funke.
Das ist, was Jakobus hier sagt: Es frisst um sich. Bei diesen Dingen wissen wir sofort, was passiert ist. Die Auswirkung von Sünde und Lästern – wisst ihr was? Sie ist noch größer als die Auswirkung in diesem Nachtclub. Und es kommt auch auf die Art und Weise deines Redens an, nicht nur die Worte, die du nutzt. All das kann dieser Funke sein.
Wie ihr sehen könnt, das Thema ist wirklich breit. Das Thema ist wirklich wichtig. Und ich will noch mal Jerry Bridges zitieren: Es sind respektierte Sünden. Es sind diese Kleinigkeiten, die wir als geringfügig ansehen. Und ja, der Teufel liebt es, andere Menschen lieben es, aber vielleicht bist es du und ich, der es liebt. Aber es hat so massive Auswirkung, dass es, im Bilde gesprochen, bis zur Amputation führen kann. Es spalten sich Freundschaften, es spalten sich Familien, es spalten sich Gemeinden wegen diesem kleinen Feuer, das angesteckt worden ist.
Ich will euch jetzt zum Ende der Predigt noch ein paar Hilfestellungen mitgeben. Wir werden nächste Woche mit diesem Thema weitermachen. Ihr merkt, das ist so spannend, deswegen bleibt da dran. Aber es sind jetzt Hilfestellungen, die ihr schon mal – und wir alle gemeinsam – diese Woche durcharbeiten können. Und nächste Woche schauen wir uns dann an, noch im größeren Teil, was obszönes Reden ist und wie uns das Evangelium hilft, gegen diese Sünde anzugehen und nicht nur dagegen anzugehen, sondern mit unserem Reden eine Gnade und Segen für alle anderen um uns herum zu sein. Das heißt, statt dass wir Feuer austeilen, teilen wir dieses kühle Wasser aus.
Was solltest du jetzt tun? Vor allen Dingen die nächste Woche bis zum zweiten Teil, natürlich auch danach.
Paulus schreibt: »Jetzt legt aber auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Lügt einander nicht an.«
Denke über die biblische Definition nach. Frag dich: Glaubst du wirklich, dass Lästern und Lügen Sünde ist? Glaubst du das? Definierst du lästern biblisch? Verteilst du Informationen über andere, um ihnen zu schaden? Willst du anderen schaden? Willst du andere im schlechteren Licht dastehen lassen, damit du dieses kleine bisschen besser dastehst? Willst du dich besser fühlen? Willst du als Gerechter dastehen? Willst du den Ruf von jemandem schädigen? Lügst du, um an dein Ziel zu kommen? Vermischst du die Lüge mit der Wahrheit? Schon ein ganz bisschen Lüge rein, um das Ergebnis, die Sicht der anderen auf dich selbst zu korrigieren? Redest du vielleicht glatt wie ein Aal? Du denkst dir das schon aus und du weißt, niemand kann dich überführen. Bist du bitter und lässt dich durch die Philosophie der Welt dazu verleiten, anderen durch die Blume diese Messerstiche zu versetzen? Benutzt du dein Reden als Messer?
Wenn du diese Fragen ehrlich beantwortest und den Herrn fragst: »Lass mich erkennen, ob ich diese Fragen wirklich biblisch beantworte«, dann ist das der erste Schritt in die richtige Richtung. Warum? Weil du dann Sünde definierst, wie Gott Sünde definiert.
Zweitens: Denke über den Kontext und den Hintergrund dieser Textstelle nach. Als wir uns mit Kapitel 3, Verse 1 bis 4 beschäftigt haben – und ich empfehle euch, nicht weil ich die Predigt gehalten habe, aber ich empfehle euch wegen des Inhalts dieser Predigt noch mal, weil das Evangelium so groß zum Vorschein kommt, ihr Lieben, das ist so wichtig bei diesem ganzen Thema. Es ist so hart, über diese Sünde nachzudenken, und wir brauchen Evangelium, wir brauchen Gnade, wir brauchen Hoffnung in all dem. Dann lest euch zumindest diesen Abschnitt noch mal durch in Kolosser 3, Verse 1 bis 4 oder hört euch die Predigt noch mal an.
Erinnere dich an deine Identität in Christus. Denk darüber nach, was Christus bei dir gemacht hat. Er hat dich auferweckt mit ihm. Er hat dich gerechtfertigt. Er hat dir alles vergeben. Verinnerliche die Tatsache, dass Christus in dir wohnt – der Heilige und Gerechte, der die Wahrheit ist, er wohnt in dir. Halte daran fest, dass Jesus für alles ausreicht. Wisst ihr was? Er reicht sogar aus, die Sünde zu erkennen und abzulegen. Wirklich, wir brauchen keine Pillen dazu. Lass dich warnen. Geh der Philosophie nicht auf den Leim. Es verhindert dein Wachsen in Christusähnlichkeit. Denk daran, deine Kraft kommt von Christus Jesus selbst. Du kannst als Gläubiger diese Sünde erkennen und du kannst sie ablegen.
Und weißt du was? Als Christ kannst du sogar, wenn jemand anders über dich lästert und dich anlügt und böse über dich redet, kannst du sogar in Gnade und Wahrheit und liebevoll antworten. Warum? Weil Christus in uns wohnt.
Denk daran: Der Zorn Gottes kommt über all die, die nicht gläubig sind – und nur, weil sie einmal gelästert oder gelogen haben. Wenn du nicht gläubig bist: Es ist nicht die große Sünde, wo Gott sagt: »Oh, du hast jemanden ermordet.« Du hast nur einmal deinen Mund aufgemacht und hast ein wenig gelästert. Gott nimmt das ernst, und er wird jeden Ungläubigen dafür richten, und jeder Ungläubige wird dafür in die Hölle gehen, ihr Lieben, weil es ein Angriff auf Gott selbst ist, weil er die Wahrheit ist.
Aber es gibt Hoffnung, denn Jesus Christus, der die Wahrheit ist, er ist – was noch? – er sagt: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.« Er ist die Hoffnung für jeden, der gefangen ist in der Sünde. Und bei ihm findest du Rettung. Und dann musst du nicht mehr lügen, sondern der, der die Wahrheit ist, er wohnt dann in dir.
Denk über die Schwere der Sünde nach. Der Mund des Toren führt zum Untergang. Lästern ist ein Kennzeichen eines suchlosen, bösen Menschen. Lästern ist ein Kennzeichen – aber du sollst Jesus widerspiegeln. Du sollst ihn repräsentieren mit deinem Mund.
Und dann erinnere dich daran, was die Ursache für diese Sünde ist. Sei ehrlich zu dir selbst: Begehrst du was? Sind da Lüste nach etwas in deinem Herzen? Oder bist du neidisch? Oder hast du eine böse Absicht und willst es jemandem heimzahlen?
Ich werde euch jetzt ein ganz klassisches Beispiel geben, was sicherlich alle verstehen. Das sind zum Beispiel zwei Mädels, Jugendliche, die haben ihr Auge auf einen jungen Mann geworfen, und dann sehen sie, wie plötzlich da so ein hübsches, nettes anderes Mädel herkommt, und sie bekommt automatisch die Aufmerksamkeit dieses jungen Mannes. Oh, ihr Lieben, da werden eine Menge Feuer angezündet, da werden Waldbrände in Brand gesteckt. Erst versucht man mit dem Lästern, dem jungen Mann klarzumachen, die ist es gar nicht wert. Und dann will man die Augen weglenken auf sich selbst, weil man ja selbst besser dasteht. Außerdem will man dieses Feuer dann so anzünden, damit diese junge Frau verletzt wird und Narben von den Brandwunden hat.
Das ist nur ein Beispiel. Es muss nicht so vorkommen, aber ich denke, wir alle wissen, dass wir in ähnlicher Weise, in ähnlichen Gebieten oder in ganz anderen Gebieten ähnlich handeln. Es sind nicht nur die jungen Frauen, es sind auch die alten Männer.
Agierst du so? Willst du Gerechtigkeit herstellen und diese Abkürzung des Lästerns dafür nehmen? Mach dir klar, dass diese Sünde nicht durch andere kommt. Sie kommt aus deinem Herzen. Jakobus macht klar, dass dein Reden sogar ein Indikator für deine Geistlichkeit ist. Dein Mund zeigt, ob du geistlich oder ungeistlich bist.
Manche sagen – im Englischen sagt man: »Don’t judge a book by its cover.« Im Deutschen könnte man sagen: »Du kannst an meinem Reden nicht feststellen, was ich denke.« Doch, die Schrift sagt: Dein Reden ist wie eine Tanknadel, die zeigt, ob der Tank voll oder leer ist.
Prüf anhand der Bibel, was deine Motivationen sind. Denk daran, da ist Krieg in unserem Innern. Der ist real, aber wir haben etwas, dagegen anzugehen. Bete, dass du erkennst und Gott dir offenbart, was deine verborgenen und vielleicht mit Zuckerguss überdeckten Motivationen beim Reden sind. Und dann mach dir klar und bewusst, welche Symptome und Auswirkung diese Sünde auf dich und alle anderen haben kann.
Diesen Punkt haben wir heute nur angerissen. Wie gesagt, nächste Woche werden wir uns das noch breiter angucken. Aber wenn du redest, denk daran: Du wirst Rechenschaft vor Gott ablegen müssen.
Wenn du mit deinen Mädels oder Jungs zusammenstehst – ja, ich sage das jetzt mal, das gilt für alle, aber ich sage das jetzt mal besonders im Blick auf die Jugend – hüte deinen Mund. Stell eine Wache davor.
Wir haben selbst Bienen, und die Bienen, die haben so Wächterbienen, die vorne vorstehen. Wisst ihr, was die machen? Die gucken, wer reinkommt und wer rausgeht. So was brauchst du bei deinem Mund. Es mag nämlich sein, dass du wie in diesem Nachtclub nur eine Wunderkerze in der Hand hast. Sieht schön aus, verbrennt aber alle um dich herum.
Arme Satan nicht nach, indem du lästerst und lügst. Arme Christus nach, indem du die Wahrheit und Gnade sprichst.
In 1. Petrus 2, 22–23 (NEÜ) heißt es über den Herrn Jesus selbst: »Er hat keine Sünde begangen und kein unwahres Wort ist je über seine Lippen gekommen. Er wurde beleidigt und schimpfte nicht zurück. Er litt und drohte nicht mit Vergeltung, sondern er überließ die Sache dem, der gerecht richtet.«
Vielleicht geht es dir so, dass du sagst: »Ich werde ungerecht behandelt, da greift mich jemand an.« Der Jesus ist angegriffen worden – er ist der einzige Mensch, Mensch-Gott, der sagen konnte: Es war nicht wegen mir. Versteht ihr, was ich meine? Aber er drohte nicht, er lästerte nicht. Kein böses Wort kam über seinen Mund.
Was sagt der Jesus am Kreuz? »Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.«
Vielleicht habt ihr jetzt versucht mitzuschreiben, diese lange Liste, um sie umzusetzen. Ihr habt gemerkt, es war so viel und so schnell. Ich habe eine Hilfe für euch: Der Begrüßungsdienst hat das als Ausdruck gedacht und ihr könnt es euch mitnehmen. Ich werde es auch in die Gruppe noch mal stellen. Da habt ihr es digital und dann könnt ihr die Woche einfach mal reinschauen.
Der Mann, der Hausmeister, der in der Notaufnahme saß, er hatte 16 Jahre lang seine Wunde versteckt. Er verlor seinen Arm. Aber wisst ihr was? Das war längst nicht so schlimm wie Lästern und Lügen, denn damit schaden wir uns nicht nur selbst, sondern wir schaden auch allen anderen um uns herum. Und es ist Gott ein Gräuel. Es beleidigt Gott selbst.
Aber wisst ihr was auch wahr ist? Es gibt Hoffnung – und das ist keine leere christliche Worthülse. Es gibt Hoffnung. Denn was ist die Hauptaussage des kompletten Briefes, den Paulus hier an die Kolosser schreibt? Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Retter der Welt, er ist die einzige Hoffnung für all unsere Probleme. Er hat uns komplett neu gemacht. Er gibt uns jeden Tag jegliche Kraft, die wir brauchen und Hilfe, um in der Heiligung zu wachsen. Und er ist, ihr Lieben, so barmherzig und so langmütig mit uns.
Das ist unsere Hoffnung. Das ist alles, was wir haben.Lasst uns beten. Steht gerne dazu auf.
Du großer Gott, wir möchten heute mit dem Psalmisten beten. Der Psalmist betet:
»Erforsche mich, oh Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Weg.«
Großer Gott, wir wollen darum beten, dass wir diese Sünde nicht leichtfertig hinnehmen. Herr, wir gehen der Welt so oft bei diesen Sünden auf den Leim, und manchmal, Herr, lieben wir es sogar. Aber wir wollen ernstlich darum beten, dass du uns unsere Motivation in unseren Herzen aufzeigst und dass du uns zu Menschen machst, die deinen Sohn, den Herrn Jesus Christus, widerspiegeln, indem wir Wahrheit und Gnade in das Leben anderer Menschen reden.
Herr, wir wollen diese Lichter sein in einer Welt, die nur lästert und lügt, die den Menschen verlästert und anlügt, den du gemacht hast, und die dich verlästert und über dich lügt, der du der heilige und gerechte und wahrhaftige Gott bist, der niemals lügt.
Amen.
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