Glaubensbekenntnis

Glaubensbekenntnis

Dieses Glaubensbekenntnis bekräftigt jedes Mitglied der Gemeinde von ganzem Herzen. In diesem Bekenntnis haben wir festgehalten, wie wir als „Evangelische Freikirche Leuchtturm“ die Heilige Schrift in ihren Hauptaussagen verstehen. Diese ausführungen erheben keinesfalls den Anspruch, gleich wie die Bibel „inspiriert“ zu sein.

1. Von der Bibel

Wir glauben, dass die Bibel die schriftliche Offenbarung Gottes an den Menschen ist. Sie besteht aus den 66 Büchern des Alten und Neuen Testaments, ist in jedem Wort inspiriert und in den Urschriften absolut irrtumslos. Wir bekräftigen die Unfehlbarkeit, Allgenugsamkeit und Autorität der Schrift.

2.Tim 3:16-17; 2.Petr 1:20-21; Ps 19:8-15; Spr 30:5-6; Mk 13:31; Joh 8:31-32; 20:31; Apg 20:32.

2. Von Gott

Wir glauben, dass es nur einen lebendigen und wahren Gott gibt, einen unendlichen, allmächtigen, allwissenden Geist, der in all seinen Merkmalen vollkommen ist, heilig und gerecht, rechtschaffen und gut, liebevoll und wahrhaftig, der im Wesen eins aber ewig in drei Personen existiert –Vater, Sohn und Heiliger Geist–, die alle gleichermaßen Verehrung, Vertrauen und Gehorsam verdienen.

1.Mo 1,1; Heb 3,4; Off 4,11; Rö 1,20; 2.Mo 34,6-7; Jer 10:10-14; Ps 83:19; Ps147:4-6; Jak 1,13.17; Jes 6,3; 1.Pet 1,15-16; Joh 4:24; Matt.28,17.19.20; 1.Joh 5,7; Joh 10,30; 2.Kor 13,14.

3. VON GOTT DEM VATER

Wir glauben an Gott den Vater, die erste Person der Dreieinigkeit, der alle Dinge nach seinem ewigen Ratschluss lenkt und vollbringt. Seine Vaterschaft beinhaltet sowohl seine Stellung in der Dreieinigkeit als auch seine Beziehung zu den Gläubigen. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Menschen, ein geistlicher Vater ist er aber nur für die Gläubigen.

Ps 33,6.9.10; Ps 103,19; Spr 19,21; Jes 46,10; Eph 1,11; Rö 11,33-36; Rö 8,14; 1.Kor 8,6; 2.Kor 6,18; Lk 10,21.22; 1.Tim 1,2; 1.Petr 1,3.

4. Von Jesus Christus

Wir glauben an die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, an seine jungfräuliche Geburt, an sein sündloses Leben, an seine Wunder, an seinen stellvertretenden Tod, seine Sühnung durch sein vergossenes Blut, an seine leibliche Auferstehung, an seine Himmelfahrt zur Rechten des Vaters und an seine baldige persönliche Rückkehr in Kraft und Herrlichkeit.

Phil 2,5-11; Mt 1,18.21; Lk 1,26-38; Joh 1,1; Joh 20,28; Rö 9,5; 2.Kor 5,21; 2.Petr 1,21-24; Rö 5,6-10; 6,9.10; Apg 1,11; Heb 7,25; 9,28; 1.Tim 3,16; Off 5,9.

5. Von dem Heiligen Geist

Wir glauben, dass jeder Gläubige in dem Augenblick der Errettung auf übernatürliche und souveräne Weise von dem Heiligen Geist wiedergeboren, mit dem Heiligen Geist erfüllt und in den Leib Jesu Christi hinein getauft wird. Der Heilige Geist bewohnt, heiligt, lehrt, hilft, leitet, befähigt zum Dienst und versiegelt jeden Gläubigen bis zum Tag der Erlösung. Der Heilige Geist wirkt heute vor allem durch sein Wort, die Bibel.

Tit 3,5; 1.Pet 1,23; 1.Kor 3,16; Rö 8,9; Joh 14,16.17.26; Eph 4,30; 5,18; Gal 5,16-23; Joh 16,8-11; Heb 4,12.

6. Von dem Menschen

Wir glauben, dass der Mensch als Mann und Frau im Ebenbild Gottes geschaffen wurde, mit der Bestimmung zur Ehre Gottes zu leben. Durch seinen Wunsch nach Selbstbestimmung und den Platz Gottes einnehmen zu wollen, fiel der Mensch in Sünde und besitzt von Natur aus nicht mehr die Heiligkei, die Gott fordert, sondern er ist der Sünde verfallen und muss folglich die gerechte Strafe des physischen, geistlichen und ewigen Todes erleiden. Er ist von Gott, der allein Leben ist und Leben gibt, ewiglich getrennt.

1.Mo 1,26; 2,7; Ps 8,6; 1.Mo 2,17; 3,1-6; 3,17-19; Rö 5,12; Eph 2,1-3; Jer 17,9-10; Joh 10,26; Lk 10,25-28; Rö 3,23; 6,23; 2.Thess 1,9; Off 20,15.

7. Von der Errettung

Wir glauben, dass Gott den Menschen durch die Verkündigung seines Wortes zur Umkehr aufruft. Durch das Wirken von Gottes Wort und Gottes Geist wird der Mensch von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht überführt, tut Buße über sein bisheriges Leben und wendet sich im Glauben an Christus, um von ihm Vergebung der Sünde und ewiges Leben zu empfangen.

Wir glauben, dass die Wiedergeburt des Menschen aus seinem verlorenen Zustand der Sünde augenblicklich erfolgt und durch die Kraft des Heiligen Geistes vollbracht wird. Diese Erlösung ist ganz und gar das Werk Gottes, allein aus Gnade, allein durch das stellvertretende Opfer Jesu Christi und allein durchGlauben. Sie wird weder durch Werke gewonnen noch gesichert.

Wir glauben, dass alle Erlösten durch die Kraft Gottes bewahrt werden und somit für immer in Christus geborgen sind.

Mk 1,15; Mt 28,19-20; Apg 3,19; Apg 17,30-31; Joh 16,8; Joh 3,15-18; 1.Joh 1,9; Joh 1,12-13;  3,3.7-8; Rö 3,24; Phil 3,9; Eph 2,8-10; Gal 2,16; 2.Kor 5,21; Rö 5,1-2; 8,1; 1.Pet 1,5; Joh 10,28.29.

8. Von der Gemeinde

Wir glauben, dass alle, die an Jesus Christus glauben, durch den Heiligen Geist dem geistlichen Leib, der Gemeinde, hinzugefügt werden. Die Glieder der universalen Gemeinde versammeln sich in örtlichen Gemeinden um den Auftrag der Gemeinde zu leben und Gott zu verherrlichen, indem Gott angebetet wird, indem die Glieder einander lieben und dienen, indem die Glieder im Glauben auferbaut und mit dem Wort unterwiesen werden, indem die Gemeinschaft und Einheit aufrechterhalten wird, indem Taufe und Abendmahl praktiziert werden und indem das Evangelium der ganzen Welt verkündigt wird. Jede örtlich versammelte Gemeinde untersteht allein Christus als dem Haupt der Gemeinde, kann und soll aber mit anderen bibeltreuen Gemeinden Gemeinschaft pflegen und zusammenarbeiten.

1.Kor 12,13; Eph 4,4; 1.Kor 1,2-3; Apg 2,41-42.47; Apg 5,11; Apg 11,21-23; 1Kor 4,17; 1.Kor 14,23; 3.Joh 9; Mt 18,15-17; 1.Kor 11,23-26; 2.Tim 4,2; Eph 4,2; 1.Tim 3; Titus 1; Mt 28,20; 1.Pet 4,10-11; Kol 4,16; 2.Kor 8,1-5.

9. Vom christlichen Leben

Wir glauben, dass ein Leben in der Nachfolge Jesu von einer zunehmenden Christus-Ähnlichkeit gekennzeichnet ist. Dieser Prozess der Heiligung beginnt mit der Errettung und begleitet den Gläubigen sein restliches Leben auf Erden. Dieser Prozess der Heiligung kann nur durch eine geistliche Verbindung des Gläubigen mit Jesus Christus geschehen und wird an der Frucht des Geistes sichtbar. Der Gläubige wird eine innige Liebe zu Gott und seinem Wort, zu Brüdern und Schwestern im Glauben und darüber hinaus zu allen Menschen haben. Ferner wird der Gläubige nicht die Sünde lieben und fortwährend darin leben, sondern diese hassen und überwinden.

Wir glauben, dass die staatliche Obrigkeit von Gott verordnet ist zum Zwecke der gesellschaftlichen Ordnung; dass wir für Obrigkeiten beten müssen und sie gewissenhaft zu ehren und zu befolgen haben, es sei denn in Angelegenheiten, die dem Willen unseres Herrn Jesus Christus – dem alleinigen Herrn des Gewissens und dem König der Könige – gegensätzlich sind.

Joh 15,1-11; Gal 5,22-25; 1.Thess 4,3; Phil 3,12-16; Rö 8,5-10; Heb 12,14; 1.Joh 3,10.23; 4,7.20; 1.Joh 1,7; 3,6.8.9; 5,4; Rö 13,1-7; Apg 5,29.

10. Von den letzten DIngen

Wir glauben an die leibliche Auferstehung sowohl der Geretteten zum ewigen Leben als auch der Ungläubigen zur ewigen Verdammnis. Mit dem Tod ist der endgültige Zustand des Menschen für immer besiegelt, ob in dem Himmel oder in der Hölle.

Die freudige Hoffnung des Gläubigen ist die unmittelbar bevorstehende und persönliche Erscheinung Christi, um die Gemeinde zu entrücken. Danach folgt eine Zeit des Gerichts über die ganze Erde, die als Große Trübsal bekannt ist. Nach dieser Zeit wird Christus sichtbar wiederkommen, um die Völker zu richten und das Millennium aufzurichten. Die Ungläubigen werden leiblich auferstehen zu ihrer ewigen Verdammnis und Pein. Die Gläubigen erwartet ewige Freude in einem neuen Himmel und einer neuen Erde wo Gerechtigkeit wohnt, frei von Sünde und Tod, frei von Krankheit, Leid und Gebrechen. Hier werden die Gerechten ihren Schöpfer und Retter anbeten und mit Christus herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

1.Kor 15,42; Off 20,5.6.10; 21,8; Joh 3,18-19; 1.Pet 1,3; Joh 14,3; 1.Thess 4,13-18; Mt 24,15-31; Off 20,1-7; 2.Pet 3,13; Off 21,1-4; Off 22,1-5

Weitere Grundlagen:

  • Lehrverständnis: Das Lehrverständnis soll den Rahmen abstecken, was im öffentlichen, wie auch im persönlichen Gemeindeleben gelehrt wird. Um Abweichungen von der Lehre zu vermeiden wird dieses Lehrverständnis von allen leitenden Mitarbeitern anerkannt.
  • Leitbild: Das Leitbild der Gemeinde klärt was das Ziel der Gemeinde ist und wie wir dieses Zeil erreichen möchten.

Wir Bekräftigen die folgenden Erklärungen der Kirchengeschichte: